Datum: 16. September 2025 um 18:30 Uhr
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten
Einsatzart: Einsatzübung
Einsatzort: Ritterstraße, Verden
Einheiten und Fahrzeuge:
- Ortsfeuerwehr Verden: 18-11-7 (ELW 1) , 18-30-7 (DLK 23/12) , 18-45-7 (LF 10) , 18-47-7 (LF 20) , 18-48-7 (HLF 20/16) , 18-52-7 (RW) , 18-68-7 (GW-L2)
Weitere Kräfte: Feuerwehr Stadt Achim, Rettungsdienst
Einsatzbericht:
Rauch im Kellergeschoss der Senioren-Wohnanlage St. Johannis e.V. in der Ritterstraße ließ am Dienstagabend nichts gutes erahnen. Als die automatische Brandmeldeanlage der Pflegeeinrichtung ausgelöst hatte und Mitarbeiter des Objektes nach dem rechten schauen wollten fanden sie ein teilweise verqualmtes Kellergeschoss vor. Der Rauch schien aus einem Technikraum zu dringen.
Umgehend begannen die Pflegekräfte mit der Teilevakuierung der Bewohner in diesem Gebäudeabschnitt. Als Sammelstelle diente die benachbarte Johanniskirche. Spätestens als die Ortsfeuerwehr Verden mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle eintraf stellte sich für alle beteiligten heraus, dass es sich um eine groß angelegte Einsatzübung handelte. Während die Feuerwehr bereits von der Übung wusste und am Feuerwehrhaus auf ihren Einsatz wartete war das Szenario für die diensthabenden Mitarbeiter zumindest anfangs eine Überraschung.
Als Übungsziele hatten sich das Organisatorenteam, welches aus Führungskräften der Feuerwehr und einem kleinen Kreise an Mitarbeitern aus dem Pflegeheim bestand, gleich mehrere Punkte herausgearbeitet. Neben den internen Abläufen in der Einrichtung bei einem Brandfall sollte auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr geprobt werden. Hinzu kam die Menschenrettung durch die Feuerwehr. Als Statisten für die Evakuierung beziehungsweise Menschenrettung kamen neben den eigentlichen Heimbewohnern auch Verletztendarsteller aus dem Kreise der Feuerwehr sowie des Technischen Hilfswerks zum Einsatz. So mussten mehrere Personen über Fenster gerettet werden. Hinzu kam neben der Drehleiter aus Verden auch eine zweite Drehleiter der Ortsfeuerwehr Achim zum Einsatz. Auch die beengten Straßenverhältnisse rund um das Pflegeheim stellten für die Feuerwehr teilweise eine Herausforderung dar und sollten bei dieser Gelegenheit einmal beübt werden.
Ebenfalls an der Übung beteiligt was die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Süd des DRK aus Verden. Die Rettungskräfte kümmerten sich um die evakuierten Bewohner und nahmen eine Versorgung der „Verletzten“ vor.
Nach rund 90 Minuten war die Übung beendet und die evakuierten Bewohner, für die es sicherlich ein spannender Abend gewesen ist, konnten wieder in ihre Zimmer zurückkehren. Letztlich waren rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. In einem ersten kurzen Resümee zeigten sich sowohl die Feuerwehr wie auch verantwortliche der Wohnanlage zufrieden mit den Abläufen. Eine weitergehende Nachbesprechung soll aber zu einem späteren Zeitpunkt noch erfolgen. Eins stand auf jeden Fall am Dienstagabend schon fest, bei einem realen Brandeinsatz wären wesentlich mehr Feuerwehr- und Rettungskräfte zum Einsatz gekommen.
