Die Ortsfeuerwehr Verden ist die Schwerpunktfeuerwehr in der Stadt Verden. Sie liegt zentral im Innenstadtbereich und stellt dort den Brandschutz und die Hilfeleistung sicher. Der Ausrückebereich beherbergt nicht nur zahlreiche Industrie- und Gewerbetriebe, sondern auch historische Bauten wie der Dom zu Verden.

Neben einer Einsatzabteilung verfügt die Ortsfeuerwehr Verden auch über eine Jugend- sowie eine Altersabteilung mit zusammen 140 Mitgliedern. Hinzu kommen 40 Mitglieder der FMC-Showband. Das Feuerwehrhaus liegt an der Linhooper Straße und verfügt über zehn Einstellplätze. Im Obergeschoss ist neben einem großen Schulungsraum unter anderem auch die Kleiderkammer der Stadtfeuerwehr untergebracht. Jährlich werden rund 200 Einsätze abgearbeitet. Ortsbrandmeister ist Jürgen Barkfrede, er kümmert sich um alle Belange der Ortsfeuerwehr Verden.

Chronik der Ortsfeuerwehr Verden
Unter dem Eindruck der großen Brandkatastrophe von Hamburg (5. Mai bis 8. Mai 1842) mehrten sich vielerorts die Überlegungen, sich in organisierter Form selbst zu helfen. Die nachhaltigen Schrecken eines größeren Brandes war es, die auch in Verden erstmals den Ruf nach organisiertem Brandschutz laut werden ließen. So geht es aus einer amtlichen Bekanntmachung des Jahre 1848 hervor, dass in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni innerhalb Verdens ein Feuer ausbrach, welches jedoch durch den Einsatz der Bürgerschaft schnell wieder gelöscht werden konnte. Dennoch hatte gerade dieser Brand die Erfahrung gebracht, "dass zum Löschen eines Feuers mindestens 60 Männer erforderlich waren".

Schließlich waren es auch in Verden (wie vielerorts zu jener Zeit in Deutschland) überwiegend die Mitglieder der beiden Verdener Turnvereine, die sich, unterstützt von einigen weiteren interessierten Bürgern, zu Beratungen über die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr zusammensetzten. Eine offizielle Feuerwehrgründung scheiterte zunächst, da man sich nicht über den Namen der zu gründenen Wehr einigen konnte.

Der Gedanke war jedoch ins Rollen gekommen und bei einem erneuten Treffen wurde die Gründung beschlossen. Am 5. Oktober 1869 wurde die Freiwillige Feuerwehr Verden offiziell gegründet, als erste Wehr im Landkreis. 29 Mitglieder waren verzeichnet. Die am 7. März 1870 beschlossene Satzung der Wehr wurde am 16. April des gleichen Jahres vom Magistrat der Stadt Verden genehmigt.

Trotz schnell steigender Mitgliederzahlen kostete es die Männer zunächst einige Mühe, die Wehr zu einer brauchbaren Einrichtung werden zu lassen. In Anbetracht der knappen Geldmittel gestaltete sich vor allem die Beschaffung dringend notwendiger Feuerlöschgeräte als äußerst schwierig. Die vom Magistrat zur Verfügung gestellte Feuerspritze erwies sich wegen ihres hohen Alters als völlig unzureichend. Erst nach Sammlungen in der Bürgerschaft und Bittstellungen an Feuerversicherungsgesellschaften war es nach und nach möglich, Ausrüstungsgegenstände anzuschaffen. Dazu gehörte im Jahr 1871 der Kauf einer Handdruckspritze für 250 Taler. Untergebracht wurden die ersten Geräte in einem Schuppen nahe der Allerbrücke.

Die Verdener Feuerwehr muss sich innerhalb kurzer Zeit durch ihre Schnelligkeit und Schlagkraft einen weithin bekannten und überaus guten Ruf erarbeitet haben. Nicht selten wurde die Wehr zu Bränden in die Landgemeinden des Kreises gerufen. Die Bevölkerung atmete sogar regelrecht auf, wenn die Wehr an der Brandstelle eintraf. Ein vielbeachtetes "Gastspiel" gab die Ortswehr im Jahr 1871 in der Stadt Nienburg, wo man sich ebenfalls bereits seit längerem mit dem Gedanken an die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr beschäftigte. Die Verdener Wehr sollte diesen Überlegungen mit einem "Brandmanöver" zusätzlichen Nachdruck verleihen, was schließlich auch gelang: Bald darauf wurde auch in Nienburg eine Feuerwehr ins Leben gerufen.

Pflichtfeuerwehr in Verden
Auch in den 1880-er Jahren brauchte sich die Feuerwehr über einen Mangel an Arbeit nicht zu beklagen. Es brannte nämlich fast regelmäßig in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag. Stadtverwaltung und Feuerwehrkommando kamen überein, in jeder Nacht Brandschutzwachen, bestehend aus je zwölf Mann, durch die Straßen patroullieren zu lassen. Außerdem wurden die Löschkräfte zum Teil bei der Bremer Berufsfeuerwehr ausgebildet.

Auf Grund des hohen Einsatzaufkommens war sogar eine personelle Verstärkung der Wehr erforderlich, die kurzerhand die vorübergehende Einrichtung einer Pflichtfeuerwehr erreicht wurde. Natürlich herrschte bei diesen Pflichtfeuerwehrleuten nicht der gleiche Geist wie bei den Freiwilligen. So mussten nachweislich empfindliche Strafen für unentschuldigtes Fehlen beim Dienst erhoben werden. Die "Buße" lag zwischen einer und 30 Reichsmark.

Nicht gerade selten war es in den Anfangsjahren der Verdener Feuerwehr zu Unfällen der Wehrleute gekommen, so dass im Laufe der Jahre auch ein Sanitätszug eingerichtet wurde. Er bestand aus 15 Kameraden, die sich von Verdener Ärzten unentgeltlich in "Erster Hilfe" unterrichten ließen.

Im Jahr 1925 stellte das Ortskommando einen Antrag an die Stadt, eine Motorspritze anzuschaffen. Der Kauf erfolgte jedoch erst drei Jahre später. Transportiert wurde die Spritze auf einem offenen Anhänger, später auf einem umgebauten Personenwagen, der gleichzeitig auch als Mannschaftstransportwagen diente.

Die Feuerwehr im "tausendjährigen Reich"
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 führte auch in der Verdener Feuerwehr zu einschneidenden Veränderungen. Ein neues Feuergesetz sah vor, die Mitgliedschaft in der Feuerwehr vom vollendeten 18. bis zum 60. Lebensjahr zu begrenzen. Als Folge davon mussten 50 Verdener Wehrmänner, zum Teil um die 80 Jahre alt, ihren aktiven Dienst quittieren.

Am 14. Dezember 1934 kollidierten auf dem Bahnübergang Walle-Dauelsen ein Bus mit dem Sonderzug des Reichskanzlers Adolf Hitler. In dem Bus starben 16 Menschen, vier wurden verletzt. Nach dem Unglück wurde die Unfallstelle von SS- und SA-Männern hermetisch abgeriegelt, nachdem sie zunächst ein Attentat vermuteten. Hitler selbst stieg während des rund zweistündigen Aufenthaltes nicht aus. Die Unfallstelle wurde sofort geräumt, um eine Weiterfahrt des Zuges zu ermöglichen.

Ein Löschgruppenfahrzeug erhielt die Ortsfeuerwehr 1937. Das LF 12 verfügte über eine 1200-Liter-Frontpumpe und eine Tragkraftspritze. In den Monaten zuvor hatten sich viele Anzeichen auf den bevorstehenden Krieg verdichtet. So mussten beispielsweise auf Veranlassung der Regierung 70 Hilfsfeuerwehrmänner ausgebildet werden, die eingezogene Feuerwehrkameraden ersetzen sollten. Es wurden ein Gasspür- und ein Entgiftungstrupp eingerichtet.

Während des Krieges kamen nicht nur die Hilfsfeuerwehrmänner, sondern weitere 40 Mann zum Einsatz. Ab 1941 wurde eine Hitlerjugend-Feuerschar eingesetzt. Überwiegend nachts hielt sich eine komplette Löschgruppe bereit, um bei Bombenangriffen schnell eingreifen zu können. Darüber hinaus rückte die "Feuerlöschpolizei" zu Einsätzen im Kreisgebiet sowie nach Bombenabwürfen nach Bremen und Hamburg aus. Am 14. April 1945 starben elf Feuerwehrmänner bei einem Bomben- und Bordwaffenangriff auf das in Flammen stehende Heeresverpflegungsamt.

Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stand auch die Verdener Feuerwehr vor einem Nichts. Die Wehr war personell und materiell zerschlagen. Viele Geräte wurden von den durch- und abziehenden Truppen mitgenommen, nur weniges konnte versteckt werden. Im Laufe des Jahre 1945 gelang es, einen Teil der von den alliierten Truppen entwendeten Geräte zurückzubekommen, sodass in den ersten Monaten wenigstens eine Löschgruppe wieder einsatzbereit gemeldet werden konnte. Bis zum Ende des Jahres 1945 war eine zweite Löschgruppe aufgebaut. Unter Aufsicht der britischen Militärregierung erfolgte eine Umorganisation der Feuerwehr. So wurden bereits im August 1945 die Feuerwehren aus der Organisation der Polizei wieder herausgelöst.

In den mühsamen Nachkriegsjahren gelang es, die Alarmierung zu verbessern. Zum Teil konnten die Telefonanschlüsse bei den Feuerwehrkameraden wiederhergestellt werden. Die entsprechenden Häuser mussten als "Feuermeldestellen" gekennzeichnet werden. Durch die Aufstellung neuer Sirenen konnte die Erreichbarkeit verbessert werden. Nach Wiedereröffnungen der Landesfeuerwehrschulen in Celle und Loy nahmen Verdener Feuerwehrkräfte an Lehrgängen teil. Bedingt durch gute Ausbildung und hohes Ansehen nahm die Personaldecke rasch zu, sodass 1947 sogar ein Aufnahmestopp erlassen wurde.

1949 bezog die Feuerwehr die neue Wache an der Osterorstraße. Das Grundstück war bereits 1939 gekauft worden. Während des Krieges waren hier bereits Fahrzeuge untergestellt worden, um bei Bombenangriffen die völlige Vernichtung des Fahrzeugparks zu verhindern. 1954 wurde das Feuerwehrhaus erweitert, zwei Garagen entsprechend ausgebaut.

Eine wesentliche Verbesserung für die Arbeit aller Feuerwehren im Landkreis trat am 1. Juli 1953 mit der Einweihung einer Kreisschlauchpflegerei am Nonnenkamp ein. Bis dato wurden Schläuche teilweise in Bremervörde gepflegt. Angeschlossen wurde auch eine Schirrmeisterei für die Gerätepflege.

1954 konnte - auch wegen teils kritischer Wasserversorgung im Stadtgebiet - ein Tanklöschfahrzeug, TLF 15, übergeben werden. Es war das erste seiner Art im Landkreis Verden.

Änderungen ab 1960
Am 26. September 1960 vereinbarte die damals selbstständige Gemeinde Borstel mit der Stadt Verden, dass die Stadt den Feuerschutz für Borstel übernimmt. Die Gemeinde hatte für jeden Einwohner einen Betrag zu zahlen. Somit ist heute noch der eingemeindete Stadtteil Borstel der einzige ohne eigenständige Ortsfeuerwehr.

Die neuerdings in vielen Gebäuden verbauten Kunsstoffe stellten die Wehr vor Probleme: die bislang eingesetzten Filtergeräte waren für die bei Bränden entstehenden Atemgifte unzureichend. So begann 1963 die Anschaffung von umluftunabhängigen Pressluftatmern. 1964 erhielt die Wehr eine Anhängeleiter AL 18, die eine Balanceleiter aus dem Jahr 1890 (!) ablöste. 1965/66 wurden die ersten Fahrzeuge mit Funkgeräten ausgerüstet. 1969 begannen die Planungen für einen Neubau eines modernen Feuerwehrhauses. Das Grundstück an der Ostertorstraße wurde an die Kreissparkasse verkauft, für den Neubau ein Bauplatz an der Lindhooperstraße (dem heutigen Standort) ausgewählt.

Im Zeichen des Fortschritts
Das Jahr 1971 stand im Zeichen des Umzugs in das heutige Feuerwehrhaus zur Lindhooper Straße. Dieses Gebäude umfasste neben Räumen für die Feuerwehr auch drei Wohnungen, die an Feuerwehrangehörige vermietet wurden. Auch ein Nachbargebäude wurde für Feuerwehrleute reserviert, um schnelle Ausrückzeiten zu erreichen.

Durch den Umzug ergab sich auch eine Änderung bei der Alarmierung. Bislang lief der Feuerwehrnotruf bei der Polizei auf, nun klingelte der Notruf 112 direkt im Feuerwehrhaus. Von hier aus erfolgte die Sirenenalarmierung. Durch zwei hauptamtliche Gerätewarte versahen ständig zwei Feuerwehrleute ihren Dienst im Feuerwehrhaus, nach Feierabend lief der Notruf in der Wohnung eines der bei der Feuerwehr wohnenden Kameraden auf.

Die beiden Gerätewarte waren auch für die Wartung der Fahrzeuge und Geräte verantwortlich. Nach der Eingemeindung der bisher eigenständigen Ortschaften Dauelsen, Döhlbergen-Rieda, Eissel, Eitze, Hönisch-Hutbergen, Scharnhorst und Walle wurde auch die Ausrüstung dieser Wehren in Verden gewartet und geprüft. Gleichzeitig stiegen auch die Einsatzzahlen durch das vergrösserte Einsatzgebiet massiv an.

Der schwerste Orkan seit Menschengedenken fegte am 13. November 1972 auch über Verden hinweg. Schon gegen 9 Uhr trat für die Stadt Verden ein Krisenstab, bestehend aus Vertretern der Stadt und der Feuerwehr, im Feuerwehrhaus zusammen, nachdem sich bereits abzeichnete, dass der Orkan ungeheure Schäden anrichten würde. Bereits eine Stunde später gab der Krisenstab Großalarm für das Stadtgebiet Verden und bat gleichzeitig die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk sowie das britische Militär um Unterstützung. In Parks, Waldgebieten und Gebäuden entstanden schwerste Schäden. Auch das Wahrzeichen der Stadt, der Verdener Dom, wurde schwer beschädigt. Der Einsatz der Feuerwehr zog sich über Tage hin.

Ein weiteres Wetterextrem beschäftigte die Feuerwehr im Jahr 1975. Durch eine außergewöhnliche klimatische Konstellation (kein nennenswerter Niederschlag seit Mai), hohe Temperaturen im eine relative Luftfeuchtigkeit um 20 Prozent sowie einige weitere Umstände begünstigten den Ausbruch von Waldbränden, die zum Teil sogar vorsätzlich gelegt wurden. Die Lage erwies sich als so verschärft, dass ab Mittags sogar alle Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen Bereitschaftsdienste einrichten mussten. Im Raum Lüchow, Celle und Dannenberg hatten die Waldbrände zeitgleich so katastrophale Ausmaße angenommen, dass die Rauchwolken sogar im Landkreis Verden zu erkennen waren. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft beteiligte sich auch bei der Brandbekämpfung im Katastrophengebiet.

1979 wurden die ersten vier Funkmeldeempfänger beschafft. Durch diese "Pieper", welche die Feuerwehrleute ständig bei sich tragen, konnte die Sirenenalarmierung auf ein Minimum zurückgefahren werden. Diese Alarmierungsmöglichkeit war jedoch nur möglich geworden, da durch Änderung des Brandschutzgesetzes die Zuständigkeit der Alarmierung auf den Kreis übergegangen war. Der Landkreis Verden hatte dann eine für das gesamte Kreisgebiet zuständige Rettungs- und Feuerwehrleitstelle geschaffen.

Ab 1980: Die Wehr wandelt sich weiter
Durch die Erweiterung von Industriegebiet und Ansiedlung von hohen Wohngebäude wurde die Anschaffung einer Drehleiter erforderlich, die Anhängeleiter AL 18 genügte nicht mehr den Ansprüchen. Im Jahr 1982 konnte tatsächlich eine Drehleiter DLK 23-12 übergeben werden.

Durch die Neuanschaffungen von Fahrzeugen und Geräten platzte - gerade mal zwölf Jahre nach dem Einzug - das Feuerwehrhaus wieder aus allen Nähten. Durch einen Anbau konnte zusätzlicher Platz geschaffen werden, durch den engen finanziellen Spielraum war der Bau nur durch erhebliche Eigenleistung der Feuerwehrmitglieder möglich. Gleichzeitig nahm die zentrale Kleiderkammer ihren Dienst auf.

Im Jahr 1985 zog die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) des Landkreises, die bisher ihren Sitz am Nonnenkamp hatte, in einen Neubau hinter der Autobahn-Anschluss-Stelle Verden/Ost. 1987 wurde der Rüstwagen - bislang bei der FTZ stationiert - zur Ortsfeuerwehr Verden verlegt. Er wurde im Einsatzfall ohnehin durch Kräfte der Verdener Wehr besetzt. 1993 schenkte der Landkreis das Fahrzeug der Stadt Verden.

Chronik bietet noch mehr Geschichte Bei den hier zusammengestellten Rückblicken handelt es sich um Auszüge aus der Chronik der Verdener Feuerwehr "Vom Turnerkreis zu modernen Schwerpunktfeuerwehr". Diese wurde im Jahr 1994 zum 125-jährigen Jubiläum der Wehr veröffentlicht. Sie können dieses empfehlenswerte, 127 Seiten starke Buch (werbefrei) im stabilen, abwischbaren Hardcover-Einband (ISBN-Nr. 3-929902-49-4) noch bei uns bestellen. Kostenpunkt: 5,00 EUR. Wir versenden nach Eingang Ihrer Überweisung. Bei Interesse schicken sie uns eine kurze Mail an torben.voigt@feuerwehr-verden.de (Betreff: Chronikbestellung)

Chronik zum 125 jährigen Jubiläum der Ortsfeuerwehr Verden im Jahre 1994.

Das Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Verden ist ein Zweckbau aus dem Jahr 1971 und liegt verkehrsgünstig an der Lindhooper Straße. Von hier aus können nicht nur die Wohngebiete und Innenstadt schnell erreicht werden, sondern auch das Industriegebiet und die Autobahn. Ein Großteil der Feuerwehrkräfte wohnt in unmittelbarer Nähe des Feuerwehrhauses, so dass ein Ausrücken innerhalb weniger Minuten möglich ist.

Ein großer, gepflasterter Hof vor dem Gebäude bietet Platz zum Parken und Üben. Imposant für eine freiwillige Feuerwehr wirkt die breite Front der Fahrzeughalle, mit ihren neun Toren. Ein Fahrzeug ist in der Waschhalle abgestellt, der Einsatzleitwagen und das Mannschaftstransportfahrzeug müssen sich einen Stellplatz teilen, sie stehen hintereinander. In der Waschhalle befindet sich ein Inspektionsgraben, von dem aus die Fahrzeuge von unten gewartet und repariert werden können.

Neben den Fahrzeugen befinden sich im Erdgeschoss Lager, Werkstatt und eine Atemschutzwerkstatt, in der die Atemschutzgeräte nach Gebrauch für den nächsten Einsatz fit gemacht werden. Ausgerüstet werden die Mitglieder aller Verdener Feuerwehren in der Kleiderkammer im Obergeschoss, in einer ehemaligen Dienstwohnung. Die Jugendfeuerwehr hat im Keller ihren Raum. Die frühere Funkzentrale, in der vor Einführung der Kreisleitstelle bis 1979 Notrufe entgegen genommen und die Feuerwehr alarmiert wurde, dient heute als Büro und Besprechungsraum.

Ein kleinerer und einen größerer Versammlungsraum sind im Obergeschoss zu finden.

Wenn die Feuerwehr ausrückt, wird an der Lindhooperstraße eine Warneinrichtung aktiviert. Ein Verkehrsschild "Vorsicht! Feuerwehr" leuchtet dann, die daran montierten Lampen blinken und blitzen. Bitte achten Sie in diesem Moment auf die schlecht einsehbare Ausfahrt, um der Feuerwehr Vorfahrt zu gewähren.

In den nächsten Jahren wird auf dem Gelände des jetzigen Feuerwehrhauses sowie auf drei Nachbargrundstücken, in zwei Bauabschnitten, das neue Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Verden entstehen.

Das Feuerwehrhaus mit den Fahrzeugen.

Kein Feuerwehrmann und keine Feuerwehrfrau kann und darf ewig am aktiven Feuerwehrdienst teilnehmen. Spätestens mit Vollendung des 63. Lebensjahres endet die Mitgliedschaft in der aktiven Wehr. Doch auch wenn sie nicht mehr bei Einsätzen ausrücken dürfen - aus der Feuerwehr müssen die älteren Kameraden natürlich nicht austreten. Sie werden Mitglieder der Seniorenabteilung. Auch Feuerwehrleute, die aus gesundheitlichen Gründen vor Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst ausscheiden (müssen), gehören dieser Abteilung an.

Die Mitglieder der Seniorenabteilung treffen sich regelmäßig alle vier Wochen im Feuerwehrhaus, um so engen Kontakt zu den aktiven Kräften zu halten und über das aktuelle Geschehen informiert zu sein. Sie unterstützen die Wehr bei Veranstaltungen sowie bei Großschadenslagen im rückwärtigen Raum, soweit es die Gesetzeslage zulässt. Das kann zum Beispiel die Versorgung mit kalten oder warmen Getränken bzw. kleinen Speisen während oder nach Großeinsätzen der Fall sein. Bei kulturellen Veranstaltungen repräsentieren die Senioren oftmals die Feuerwehr in der Öffentlichkeit.

Der Verein wurde am 30.04.1996 gegründet. Sinn und Zweck des Vereins ist es die Arbeit der Ortsfeuerwehr Verden zu fördern, insbesondere durch die Beschaffung von Arbeits- Informations- und Schulungsmaterial. Aber auch die Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung der Mitglieder gehört zu den Aufgaben des Fördervereins. Keinesfalls soll jedoch der Träger des Feuerschutzes aus seiner Verantwortung für die Feuerwehr Verden entlassen werden. Immer steht nur die sinnvolle Ergänzung im Vordergrund des Handels durch den Verein.

So wurde auch ein Großteil der Kosten für das von den Feuerwehrmitgliedern von Grund auf restaurierte Tanklöschfahrzeug übernommen. Dieses TLF 15 T, Baujahr 1954 war das erste Tanklöschfahrzeug bei der Feuerwehr Verden, ja sogar das Erste im gesamten Landkreis. Heute wird dieser Oldtimer bei Ausstellungen im gesamten Bundesgebiet bestaunt.

Auch die mehr als 100-jährige fahrbare Balanceleiter gehört zum Bestand des Fördervereins und wird ebenfalls auf Ausstellungen gezeigt und vorgeführt.

Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden. Aber auch Firmen und juristischen Personen sind als Mitglieder willkommen. Zurzeit gehören dem Verein 112 Mitglieder (Stand 31.12.2016) an. Der Mindest-Jahresbeitrag beträgt für natürliche Personen 30 Euro, Mitglieder einer Feuerwehr zahlen allerdings die Hälfte davon. Für Firmen beträgt der Mindestmitgliedsbeitrag 60 Euro im Jahr. Es dürfen aber auch höhere Beiträge entrichtet werden. Aufgrund der anerkannten Gemeinnützigkeit des Vereins, wird auch eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie Mitglied im Förderverein werden. Helfen Sie mit, die Arbeit der Feuerwehrfrauen und –Männer der Ortsfeuerwehr Verden zu unterstützen.

Vorsitzender Jürgen Barkfrede: 0170 - 3350792 juergen.barkfrede@feuerwehr-verden.de

Aufnahmeantrag zum Download

Ortsbrandmeister Jürgen Barkfrede: 0170 - 3350792 juergen.barkfrede@feuerwehr-verden.de

Jugendwart Frederick Freitag: 0152 - 04101869 frederick.freitag@feuerwehr-verden.de