Die Ortsfeuerwehr Eissel ist eine Grundausstattungsfeuerwehr und liegt im Nordwesten der Stadt direkt an der Weser. Das Ausrückegebiet ist lädnlich geprägt und grenzt direkt an die Gemeinde Langwedel an.

Neben einer Einsatzabteilung verfügt die Ortsfeuerwehr Eissel auch über eine Kinder-, eine Jugend- sowie eine Altersabteilung mit zusammen 70 Mitgliedern. Das Feuerwehrhaus befindet sich an der Langwedeler Straße 25 direkt gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus. Es verfügt über einen Einstellplatz für ein TSF-W und einen Schulungsraum. Jährlich werden rund 10 Einsätze abgearbeitet. Ortsbrandmeister ist Axel Rickel, er kümmert sich um alle Belange der Ortsfeuerwehr Eissel.

Die Ortsfeuerwehr Eissel kann auf eine lange Tradition zurückblicken. In den Jahren 1934 – 1946 bestand die Feuerwehr Eissel aus einer Pflichtfeuerwehr. Eine Pflichtfeuerwehr wird immer dann bestimmt, wenn sich nicht genügend Einwohner einer Gemeinde zum freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr melden. Die Pflichtfeuerwehr war der Ortspolizeibehörde unterstellt. Als Brandmeister bei der Pflichtfeuerwehr wurde Heinrich Trau eingesetzt.

Vor 1934 gab es in Eissel keine richtig organisierte Feuerwehr. Brach ein Feuer aus, wurden alle mit einem Feuerhorn alarmiert. Jeder musste seinen Feuerlöscheimer oder Leineneimer mitbringen. Es wurde eine Kette gebildet, um so das Wasser zur Brandstelle zu transportieren.

Am 1. April 1860 schaffte die Gemeinde Eissel eine Feuerwehrspritze mit Handbetrieb an, und ein Spritzenhaus wurde gebaut.

1946 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Eissel gegründet. Brandmeister war weiterhin Heinrich Trau, der das Amt bis 1960 inne hatte und es dann an Heinz Schröder übergab.

1962 wurde dann ein neues Feuerwehrhaus gebaut, Bauherr war die Gemeinde Eissel. Dieses konnte nur gemeistert werden durch die freiwillige Mithilfe der Kameraden und der Jugendlichen im Dorf, die dann im Jahre 1964 die Jugendfeuerwehr gründeten. Bis 1961 diente ein Tragkraftspritzenanhänger , der in Eigenleistung gebaut wurde, als Löschfahrzeug. Der Anhänger wurde mit einem Traktor gezogen. Bei Wettkämpfen wurde er durch Manneskraft bewegt. 1961 wurde das erste Feuerwehrauto, ein „Opel Blitz“ von der Firma Gohde in Cluvenhagen gekauft, die das Fahrzeug für die Feuerwehr umbaute. Die Firma Simonsbrot in Achim verkaufte der Eisseler Wehr 1969 einen Mercedes Benz, der bis zu diesem Zeitpunkt als Bäckerwagen diente. Er wurde, wie zu dieser Zeit üblich, von den Kameraden in Eigenleistung für die feuerwehrtechnischen Belange umgebaut.

Im Jahr 1977 war es endlich soweit. Die Stadt Verden beschafft einen neuen VW LT als TSF 8 und übergab das Fahrzeug an die Ortsfeuerwehr Eissel. Im selben Jahr wurde die Ortsfeuerwehr mit 4m-Band Sprechfunkgeräten ausgerüstet, um eine schnellere Kommunikation zu gewährleisten. Im Jahre 2002 wurde das alte TSF 8 Fahrzeug durch einen Mercedes-Benz mit TSW-Aufbau ersetzt.

Bis zur Gemeindereform 1972 gehörte die Ortsfeuerwehr Eissel zum Unterkreis 3, bestehend aus den Wehren Dauelsen, Daverden, Eissel, Holtebüttel, Langwedel, Holtum Geest, Scharnhorst, Völkersen und Walle. Nach der Neugliederung im Raum Verden bekam die Wehr auch einen neuen Namen: Freiwillige Feuerwehr Verden Ortsfeuerwehr Eissel.

Das Feuerwehrhaus entsprach 1988 nicht mehr dem Standard und wurde durch Um- und Erweiterungsmaßnahmen auf den neuesten Stand gebracht. Als letzte Baumaßnahme wurde 1989 durch Eigenleistung ein Parkplatz mit zehn Stellplätzen gebaut.

1978 übernahm Heinz-Hermann Timm das Kommando über die Ortswehr Eissel, gab das Amt 1984 an Adolf Kamermann weiter. Von 1999 bis 2017 war Joachim Hustedt Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Eissel, ihm folgte Axel Rickel.

Das Feuerwehrhaus der Ortsfeuerwehr Eissel verfügt über einen Einstellplatz und einen Schulungsraum:

Ortsbrandmeister Axel Rickel: 0176 - 23333027 axel.rickel@feuerwehr-verden.de

Kinderfeuerwehrwart Volker Schluznus: 0162 - 9223134 info@kinderfeuerwehren-in-verden.de

Jugendwart Jürgen Kamermann: 0157 - 71564064 juergen.kamermann@feuerwehr-verden.de