Vor 20 Jahren: Großbrand in der Altstadt

Es war kurz vor Mitternacht am Sonntag den 15. Oktober 2006, als zahlreiche Notrufe die Feuer- und Rettungsleitstelle erreichten: In einem Wohn- und Geschäftshaus in der Oberen Straße brannte es. Als die ersten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Verden vor Ort eintrafen, stand der Dachstuhl und das Obergeschoss des betroffenen Gebäudes bereits lichterloh in Flammen.

Rund 70 Feuerwehrleute waren in dieser Nacht und bis in die Vormittagsstunden im Einsatz. Unter Atemschutz durchsuchten die Einsatzkräfte das stark verrauchte Gebäude. Lange war unklar, ob sich noch Menschen darin befanden. Erst nach der vollständigen Kontrolle konnte Entwarnung gegeben werden.

Gleichzeitig kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen im Dachbereich. Über die Drehleiter wurde der Brand von außen bekämpft. Die enge Bebauung der historischen Altstadt, die enorme Hitze und die starke Rauchentwicklung machten den Einsatz besonders anspruchsvoll. Vor allem galt es, ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern.

Dann wurde der Einsatz plötzlich selbst zur Gefahr für die Feuerwehrleute: Ein Schornstein und ein Giebel stürzten ein. Glücklicherweise hatten die Einsatzkräfte die Instabilität des Gebäudes rechtzeitig erkannt und konnten den Gefahrenbereich verlassen. Zur Unterstützung wurden die Ortsfeuerwehren Hönisch-Hutbergen und Eitze nachalarmiert. Auch der Rettungsdienst stand vorsorglich bereit.

Am Ende konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung auf die Nachbargebäude verhindert werden. Das Wohn- und Geschäftshaus selbst wurde jedoch weitgehend zerstört. Der damalige Schaden wurde auf rund 200.000 Euro geschätzt.

Einsätze im Altstadtbereich stellen die Feuerwehr immer wieder vor besondere Herausforderungen, wie dieser wie auch andere Einsätze zeigen. Beispielsweise seinen hier ein Gebäudebrand in der Großen Straße im Jahr 2018 oder auch ein Feuer in der Grünen Straße im Jahr 1983 genannt.