Am vergangenen Wochenende übten die Ortsfeuerwehren Scharnhorst und Verden zusammen die sogenannte Kettenrettung zur Befreiung eingeklemmter Fahrzeuginsassen nach Verkehrsunfällen. Die Kettenrettung, auch Oslo-Methode genannt, ist eine Technik zur Befreiung von Unfallopfern, die in ihren Fahrzeugen eingeklemmt sind. Während bei herkömmlichen Rettungsmethoden hauptsächlich hydraulische Rettungsgeräte zum Einsatz kommen, setzt man bei der Kettenrettung zusätzlich auf Ketten. Mit diesen Zugketten wird das verunfallte und dadurch verformte Fahrzeug auseinandergezogen und wieder in Richtung Ursprungsform gebracht.
Es galt für die ca. 20 Einsatzkräfte zwei Übungslagen abzuarbeiten. Bei der ersten Lage hat ein Trecker mit einem angehängten Grubber den frontalen Bereich eines PKWs so eingedrückt, dass eine Person dabei eingeklemmt wurde. Nachdem das Arbeitsgerät vom Trecker durch Unterbauen gegen Wegrutschen gesichert wurde, ist durch die Kettenrettung das Auto gerade gezogen worden. Im Anschluss wurden die Türen abgenommen und die Glasscheiben entfernt. Abschließend wurde der PKW durch den Kettenzug auseinandergezogen und die Person konnte befreit werden. Nach einer kurzen Trinkpause ging es mit der zweiten Lage weiter. Ein PKW ist nach einem Crash auf dem Dach gelandet und eine Person wurde dabei eingeklemmt. Hier wurden zunächst die Heckklappe sowie die Türen entfernt und das Dach mithilfe hydraulischen Rettungsgeräts an den Säulen durchtrennt. Abschließend wurde das Dach einschließlich der Person mithilfe der Kettenrettung unter dem Fahrzeug herausgezogen. Bei beiden Lagen galt das Scharnhorster Löschgruppenfahrzeug als Fixpunkt, während der Verdener Rüstwagen mit Ihrer hydraulischen Seilwinde gezogen hat.
Am Ende zeigten sich beide Gruppen mit dem Ausbildungsdienst zufrieden. Man konnte neue Erkenntnisse gewinnen und Erfahrungen auffrischen.
