Drohender Gebäudeeinsturz

Datum: 6. Oktober 2021 um 3:52
Dauer: 10 Stunden 38 Minuten
Einsatzart: Hilfeleistung
Einsatzort: Waller Heerstraße, Walle
Einheiten und Fahrzeuge:

Weitere Kräfte: Polizei, THW OV Verden


Einsatzbericht:

Gleich zwei Mal waren die Verdener Ortsfeuerwehren in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bei Einsätzen gefordert. Nach einem Brandeinsatz im Industiergebiet folgte eine größere Hilfeleistung in der Ortschaft Walle.

Gegen 02:15 Uhr am Mittwochmorgen wurde die Ortsfeuerwehr Verden zu einer ausgelösten Bandmeldeanlage eines Industriebetriebes in die Max-Planck-Straße alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stellte sich schnell heraus, dass es tatsächlich zu einem Brandereignis gekommen war. Umgehend wurden weitere Einheiten der Ortsfeuerwehr Verden nachalarmiert.

Eine Erkundung vor Ort ergab, dass es in einem größeren Schaltschrank zu einem Feuer gekommen war. Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung vor. Da es sich um ein Feuer in einer elektrischen Anlage handelte setzten die Einsatzkräfte statt Wasser Kohlendioxid in größeren Mengen als Löschmittel ein. Mit diesem konnte das Feuer dann auch zügig unter Kontrolle gebracht werden. Personen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Gegen 03:52 Uhr wurde die Ortsfeuerwehren Walle und Verden zusammen mit dem Gerätewagen-Messtechnik der Kreisfeuerwehr zu einer Amtshilfe für die Polizei in die Waller Heerstraße alarmiert. Dem Polizeibericht zufolge hatten bisher unbekannte Täter versucht einen Geldautomaten in der Filiale einer Bank gesprengt. Die Feuerwehr führte Messungen an der Einsatzstelle durch und leuchtete diese aus.

Das Gebäude, ein kombiniertes Wohn- und Geschäftsgebäude, wurde durch einen Baufachberater des THW als einsturzgefährdet eingestuft. Aus diesem Grunde wurde später auch der THW-Ortsverband Verden an die Einsatzstelle beordert. Die Kräfte des THW räumten teilweise Trümmer aus dem Gebäude und führten umfangreiche Abstützmaßnahmen an dem Objekt durch, Kräfte der Feuerwehr unterstützten diese Maßnahmen. Erst gegen 14:30 Uhr konnten die letzten Kräfte von THW und Feuerwehr die Einsatzstelle verlassen. Eine Wohneinheit in dem betroffenen Objekt ist aufgrund der Zerstörungen an dem Gebäude bis auf weiteres unbewohnbar, verletzt wurde bei dem Vorfall glücklicherweise aber niemand. Die Polizei hat auch hier umfangreich Ermittlungen zu den Ereignissen aufgenommen.