Tanklastzug umgestürzt

Datum: 11. Januar 2021 
Alarmzeit: 21:07 Uhr 
Dauer: 10 Stunden 23 Minuten 
Art: Verkehrsunfall 
Einsatzort: BAB27, Fahrtrichtung Bremen 
Fahrzeuge: 18-01-1 (StadtBM) , 18-02-1 (stv. StadtBM) , 18-11-7 (ELW 1) , 18-17-6 (MTW) , 18-17-7 (MTW) , 18-17-8 (MTW) , 18-21-7 (TLF 3000) , 18-23-7 (TLF 16/25) , 18-45-8 (LF 8/6) , 18-48-7 (HLF 20/16) , 18-52-7 (RW) , 18-68-7 (GW-L2) , 18-73-7 (GW-G)  
Einheiten: Ortsfeuerwehr Scharnhorst, Ortsfeuerwehr Verden, Ortsfeuerwehr Walle 
Weitere Kräfte: 80-12-1 (ELW 2), Bergungsdienst, Feuerwehr Gemeinde Dörverden, Feuerwehr Gemeinde Kirchlinteln, Gefahrgutzug Landkreis Verden, Polizei, Rettungsdienst, SEG-Presse, Straßenmeisterei, THW OV Verden 


Einsatzbericht:

Bei einem LKW-Unfall auf der BAB27 zwischen Walsrode-West und Verden-Ost wurde am Montagabend der Fahrer eines Tanklastzuges schwer verletzt. Aus noch ungeklärter Ursache kam der mit 24 Tonnen Pflanzenöl beladene Sattelzug ins Schleudern und stürzte dabei so auf die Seite, dass die komplette Richtungsfahrbahn Bremen blockiert wurde. Trümmerteile ragten zudem in die Gegenfahrbahn Richtung Walsrode. Ersthelfer kümmerten sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte vorbildlich um den in seinem Führerhaus eingeklemmten Fahrer, der schließlich durch die Feuerwehr mit schwerem technischen Gerät befreit werden konnte. Nach Erstversorgung an der Unfallstelle durch den Rettungsdienst, kam er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Aufgrund der anfänglich unklaren Lage, dass es sich möglicherweise um einen Gefahrguttransporter handeln sollte, wurde vorsorglich ein Großaufgebot an Einsatzkräften in Bereitschaft versetzt. Letztlich konnte nach Erkundung durch die Einsatzkräfte und Rücksprache mit der Spedition Entwarnung gegeben werden: Bei der Ladung handelte es sich entgegen erster Befürchtungen um Pflanzenöl. Nach rund einer Stunde konnte bereits ein Großteil der alarmierten Einsatzkräfte wieder einrücken. Die Feuerwehrkräfte nahmen noch auslaufende Betriebsstoffe auf, überprüften den Tankauflieger auf Dichtigkeit und unterstützen die Unfallaufnahme der Polizei sowie die Bergungsarbeiten, welche sich bis weit in den Dienstag hineinzogen.

Erst nachdem die komplette Ladung in ein Ersatzfahrzeug umgepumpt worden war, konnte der Sattelzug von einem Bergungsunternehmen mit zwei Kränen wieder aufgerichtet werden konnte. Anschließend wurde die Fahrbahn noch von einer Fachfirma gereinigt sowie durch die Autobahnmeisterei erste Reparaturarbeiten durchgeführt. Während der gesamten Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die BAB 27 zwischen Walsrode und Verden in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt, so dass sich jeweils ein mehrere Kilometer langer Stau bildete. Dieser konnte kurz vor Mitternacht in beide Fahrtrichtungen an der Unfallstelle über den Standstreifen vorbeigeführt werden. Eine großräume Umleitung über die Anschlussstelle Walsrode-West und Verden-Ost wird noch bis in den Dienstag hinein eingerichtet bleiben.

Zeitweise waren bis zu 200 Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Verden, die Gemeindefeuerwehr Dörverden, der Gemeindefeuerwehr Kirchlinteln mit dem auf umfangreiche Verkehrsunfälle ausgelegten Abrollbehälter Rüst, der Gefahrgutzug des Landkreises Verden sowie das THW Verden, das Deutsche Rote Kreuz und die Polizei im Einsatz.