Flugunfall

Datum: 19. Juli 2020 
Alarmzeit: 14:45 Uhr 
Dauer: 5 Stunden 
Art: Flugunfall 
Einsatzort: Flugplatz Scharnhorst 
Fahrzeuge: 18-01-1 (StadtBM) , 18-02-1 (stv. StadtBM) , 18-11-1 (ELW 1) , 18-17-6 (MTW) , 18-17-8 (MTW) , 18-41-6 (TSF-W) , 18-45-1 (LF 8/6) , 18-45-8 (LF 8/6) , 18-47-1 (LF 20/16)  
Einheiten: Ortsfeuerwehr Dauelsen, Ortsfeuerwehr Scharnhorst, Ortsfeuerwehr Walle 
Weitere Kräfte: FTZ, Polizei, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Beim Landeanflug auf den Flugplatz Scharnhorst verunfallte am Sonntagnachmittag gegen 14:45 Uhr ein Pilot mit seinem Motorflugzeug. Das Flugzeug stürzte auf ein an den Flugplatz angrenzendes Getreidefeld und blieb dort liegen. Trotz erheblicher Schäden am Flugzeug konnte der Pilot das Flugzeug selbstständig verlassen, wurde dennoch vorsorglich rettungsdienstlich versorgt. Die alarmierten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Dauelsen, Scharnhorst und Walle sicherten das Flugzeug ab und stellten unter anderem den Brandschutz sicher. Bevor das Flugzeug mit Hilfe eines Teleskopladers der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus dem Getreidefeld geborgen werden konnte, musste noch eine pyrotechnische Abschussvorrichtung für das flugzeugeigene Rettungsgerät entschärft werden.

Noch während der laufenden Bergungsarbeiten am Flugplatz Scharnhorst kam es gegen 16:40 Uhr nur rund 500 m weiter, direkt am Ortsausgang Scharnhorst an der Eisenbahnüberführung der K28/Im Brink, zu einem schweren Verkehrsunfall. Nach ersten Erkenntnissen kam dabei ein PKW besetzt mit drei jungen Erwachsenen nach rechts von der Straße ab und kollidierte mit einem Straßenbaum. Die Insassen wurden zum Teil schwer im völlig deformierten Fahrzeug eingeklemmt und mussten durch die Einsatzkräfte mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeugwrack befreit werden. Dazu mussten unter anderem das Fahrzeugdach sowie ein Sitz entfernt werden, ehe auch der letzte Patient befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden konnte. Drei Notärzte kümmerten sich um die teils schwerst verletzten PKW-Insassen, die allesamt in umliegende Krankenhäuser verbracht wurden. Dazu kam unter anderem auch ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung zum Einsatz. Zusätzlich kam ein Notfallseelsorger zur Betreuung von Unfallzeugen an die Einsatzstelle.

Neben den Ortsfeuerwehren Dauelsen und Walle, die die naheliegende Einsatzstelle am Flugplatz Scharnhorst verließen, rückte auch die Ortsfeuerwehr Verden mit weiterem technischem Gerät zur Rettung der eingeklemmten Personen an. Fünf Rettungswagen, zwei Notarztwagen und ein Rettungshubschrauber sowie mehrere Streifenwagen der Polizeiinspektion Verden/Osterholz wurden ebenfalls zur Unfallstelle alarmiert. Die Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten dauerten an beiden Einsatzstellen bis in den Sonntagabend hinein. Insgesamt kamen bei beiden Unfällen rund 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Einsatz.