Gebäudebrand

Datum: 7. Mai 2019 
Alarmzeit: 18:27 Uhr 
Dauer: 2 Stunden 30 Minuten 
Art: Einsatzübung 
Einsatzort: Blumenwisch, Verden 
Fahrzeuge: 18-01-1 (StadtBM) , 18-11-7 (ELW 1) , 18-17-4 (MTW) , 18-17-5 (MTW) , 18-17-7 (MTW) , 18-19-1 (MZF) , 18-21-7 (TLF 3000) , 18-23-7 (TLF 16/25) , 18-30-7 (DLK 23/12) , 18-41-2 (TSF-W) , 18-43-7 (LF 8) , 18-45-1 (LF 8/6) , 18-45-4 (LF 10/6) , 18-45-5 (LF 10) , 18-47-1 (LF 20/16) , 18-48-7 (HLF 20/16) , 18-52-7 (RW) , 18-68-7 (GW-L2) , 18-73-7 (GW-G)  
Weitere Kräfte: Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Was mit Rauch- und Knalleffektkörpern begann, endete am Dienstagabend in einer großangelegten Einsatzübung von Feuerwehr und Rettungsdienst. Gegen 18:30 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage der ehemaligen Kaufhalle am Allerufer ausgelöst, woraufhin die Ortsfeuerwehr Verden alarmiert wurde. Noch während der Lageerkundung durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte kam es zu einer starken Rauchentwicklung und mehreren simulierten Explosionen, die eine schlagartige Brandausbreitung innerhalb des Einkaufsmarktes darstellen sollten. Ein aus dem Gebäude flüchtender Mitarbeiter gab den Einsatzkräften den Hinweis, dass sich noch zahlreiche Personen im mehrstöckigen Verwaltungs- und Lageranbau, der inzwischen stark verraucht war, befinden sollten. Daraufhin wurden umgehend weitere Einsatz- und Rettungskräfte der Ortsfeuerwehren Dauelsen, Döhlbergen-Rieda, Eitze und Hönisch-Hutbergen sowie vom Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter und des Landkreis Rettungsdienstes nachalarmiert.

Insgesamt galt es für die Einsatzkräfte 13 vermisste und verletzte Personen aus dem mit Disconebel vollständig verrauchten Anbau zu retten. Dazu drangen zeitgleich zahlreiche Einsatzkräfte unter Atemschutz von zwei Seiten in das weitläufige Gebäude vor und suchten die Personen unter anderem unter Einsatz von Wärmebildkameras. Direkt nach der Rettung aus dem Gebäude wurde die Verletzten dann an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben. Dieser hatte derweil auf dem norderstädtischen Markt einen Behandlungsplatz eingerichtet, wo die weitere Betreuung und Behandlung der verletzten Personen erfolgte.

Parallel zur Menschenrettung aus dem Gebäude fand eine Brandbekämpfung von außen am Gebäude statt. Dazu wurde unter anderem Wasser aus der nahegelegenen Aller entnommen. Über mehrere Strahlrohre sowie Wenderohre wurde der mittlerweile in Vollbrand stehende Einkaufmarkt von mehreren Seiten gelöscht. Zum Abschluss der Löscharbeiten wurde der komplett verrauchte Gebäudekomplex mit einem Hochleistungslüfter entraucht.

Nach rund zwei Stunden konnte die Einsatzübung erfolgreich beendet werden. Stadtbrandmeister Peter Schmidt, Bürgermeister Lutz Brockmann sowie Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung Rüdiger Nodorp waren ebenfalls vor Ort und machten sich ein Bild von der Lage und der Leistungsfähigkeit von Feuerwehr und Rettungsdienst. Insgesamt waren rund 180 Einsatzkräfte in das Übungsgeschehen eingebunden, mit dabei waren auch 13 Verletztendarsteller aus den Ortsfeuerwehren Barme und Walsrode.

Bereits vor der Großübung war die Ortsfeuerwehr Verden mit 15 Einsatzkräften rund 30 Minuten in der Marienstraße im Einsatz, wo ein Ast auf einen PKW gefallen war. Kurz nachdem die Übung abgeschlossen war, wurde dann ein Mülleimerbrand an der Bremer Straße gemeldet. Die bereits einrückende Ortsfeuerwehr Dauelsen übernahm diesen Einsatz und konnte den Mülleimer zügig mit einer Kübelspritze ablöschen, hier waren neun Einsatzkräfte rund 20 Minuten vor Ort.