Gefahrgutaustritt nach Verkehrsunfall

Datum: 4. Mai 2017 
Alarmzeit: 22:11 Uhr 
Dauer: 10 Stunden 13 Minuten 
Art: Gefahrgut 
Einsatzort: BAB 27, Verden 
Fahrzeuge: 18-01-1 (StadtBM) , 18-02-1 (stv. StadtBM) , 18-11-7 (ELW 1) , 18-17-4 (MTW) , 18-17-6 (MTW) , 18-17-7 (MTW) , 18-17-8 (MTW) , 18-19-1 (MZF) , 18-21-7 (TLF 3000) , 18-23-7 (TLF 16/25) , 18-30-7 (DLK 23/12) , 18-43-7 (LF 8) , 18-45-8 (LF 8/6) , 18-48-7 (HLF 20/16) , 18-52-7 (RW) , 18-73-7 (GW-G)  
Weitere Kräfte: 81-70-1 (GW-Mess), Feuerwehr Gemeinde Dörverden, Feuerwehr Gemeinde Kirchlinteln, Polizei, Rettungsdienst, THW 


Einsatzbericht:

In der Nacht zu Freitag kam es auf der BAB27 kurz vor der Anschlussstelle Verden-Ost zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten PKW. Während der Unfallaufnahme stellten Beamte der Polizeiinspektion Verden/Osterholz dann den Austritt unbekannter Stoffe fest, woraufhin sie umgehend die Feuerwehr alarmierten. Mit einem Großaufgebot von zeitweise 150 Einsatzkräften rückten Feuerwehr, THW, Rettungsdienst, Polizei sowie Straßenmeisterei und Bergungsunternehmen an. In langwieriger Handarbeit wurden die bei dem Unfall großflächig verstreuten Behältnisse eingesammelt und gesichert. Aufgrund der festgestellten Stoffeigenschaften mussten dabei sämtliche Arbeiten unter dem Einsatz von Chemikalienschutzanzügen durchgeführt werden.

Am späten Morgen wurden die Einsatzkräfte erneut zur morgendlichen Einsatzstelle alarmiert. Bei den Aufräumarbeiten wurde eine Dachbox gefunden, in der sich weitere gefährliche Güter befanden. Die Rettungskräfte mussten erneut unter dem Einsatz von Chemikalienschutzanzügen die Gefahrstoffe bergen und anschließend sichern.

Bei beiden Einsätzen kamen Kräfte der Ortsfeuerwehren Achim, Dauelsen, Dörverden, Eitze, Kirchlinteln, Scharnhorst, Verden, Walle, des Gefahrgutzuges der Kreisfeuerwehr sowie des THW Ortsverbandes Verden zum Einsatz. Für die Sicherheit der Einsatzkräfte, insbesondere hoher körperlichen Belastungen ausgesetzten Chemikalienschutzanzugträgern, war ebenfalls das Deutsche Rote Kreuz mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.

Während der Bergungs- und Aufräumarbeiten blieb die Autobahn Fahrtrichtung Bremen komplett gesperrt. Die Fahrtrichtung Hannover musste in den frühen Morgenstunden zeitweise halbseitig gesperrt werden. Insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr kam es zu teils erheblichen Behinderungen. Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz hat weitere Ermittlungen zur Unfallursache und Hintergrund des Chemikalientransportes aufgenommen.