Kohlenmonoxid – Die versteckte Gefahr

(Verden) Am frühen Donnerstagmorgen wurden die Ortsfeuerwehren Verden, Walle und Scharnhorst zu einem häuslichen Notfall alarmiert. Kohlenmonoxid (CO) war in einem Wohngebäude ausgetreten (wir berichteten). Die Feuerwehr möchte diesen Vorfall nochmals nutzen um auf die Gefahren dieses Gases hinzuweisen.

Kohlenmonoxid, auch Kohlenstoffmonoxid genannt ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es ist farb-, geruchs- und geschmacklos und als sehr giftig einzustufen. In ausreichenden Konzentrationen ist es zudem leicht entzündlich. CO entsteht bei Verbrennungen von kohlenstoffhaltigen Stoffen, die unter unzureichender Sauerstoffzufuhr stattfinden (zum Beispiel Holz, Gas, Benzin oder auch Öl).

Weiter hat Kohlenmonoxid die Eigenschaft, wenn es über die Lungen aufgenommen wird, sich um ein Vielfaches besser an das Blut zu binden als der für Mensch und Tier überlebenswichtige Sauerstoff. In entsprechenden Konzentrationen kann CO zudem durch Mauerwerke hindurch hindurchwandern (diffundieren) und sich somit unbemerkt ausbreiten. Da CO eine ähnliche Dichte wie unsere Umgebungsluft aufweist, kann es sich mit dieser besonders gut verbinden.

Besondere Gefahrenquellen im Haushalt können beispielsweise defekte Gasthermen oder andere mit Gas betriebene Geräte, Kamine oder Öfen sowie Heizungsanlagen mit Öl, Holz oder Gas sein. Auch in geschlossenen Räumen betriebene Geräte mit Verbrennungsmotoren (Rasenmäher, Kettensägen, Fahrzeuge oder sonstige Aggregate) können schnell zu einer Gefahr werden.

Die Anzeichen für eine Kohlenmonoxidvergiftung sind sehr vielfältig und reichen, in Abhängigkeit der vorhandenen CO-Konzentration, von Kopfschmerzen im Anfangsstadium über Schwindel, Übelkeit, Muskelkrämpfe, Desorientierung, Verschlechterung bestehender Krankheiten und vielem mehr bis hin zur Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tode.

Um sich vor den Gefahren einer Kohlenmonoxidvergiftung zu schützen sollten Gasthermen und Heizungsanlagen regelmäßig überprüft und gewartet werden. Auf einen sachgemäßen Umgang sämtlicher mit Verbrennungsmotor betriebenen Geräte ist zu achten.

Weiter kann neben der in Niedersachsen bereits vorgeschriebenen Rauchwarnmelder die Installation eines oder mehrerer Kohlenmonoxidmelder in den eigenen vier Wänden die Sicherheit erheblich erhöhen. Dies ist besonders sinnvoll bei vorhandenen sHeizungsanlagen, Gasthermen Öfens oder Kaminen in Haus oder Wohnung. Kohlenmonixidmelder sind im Fachhandel wie beispielsweise Baumärkten erhältlich.

Sollte ein begründeter Verdacht auf eine Kohlenmonoxidvergiftung bestehen, sollte man schnellstmöglich für Frischluftzufuhr im Gebäude sorgen und dieses unverzüglich verlassen. Außerdem sind der Rettungsdienst und die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren und gegebenenfalls entsprechende Erste Hilfe bei betroffenen Personen zu leisten.