Was ist die Ölwehr?
Kommt es auf einem Gewässer im Landkreis Verden (z.B. Aller, Weser, Wümme) zu einem Ölunfall, ist die Ölwehr des Landkreises gefragt. Diese besteht aus der jeweils zuständigen Ortsfeuerwehr sowie der ausgebildeten Ölwehrgruppe der Feuerwehrtechnischen Zentrale und der Ortsfeuerwehr Verden.
Ziel ist es, das Öl mit Hilfe einer Ölsperre zu stoppen und - soweit möglich - vom Wasser zu trennen. Ein solcher Einsatz ist mit einem erheblichen Material-, Personal- und Zeitaufwand verbunden. Daher macht das Eingreifen nur bei erheblichen Mengen Öl wirklich Sinn. Zudem sollte die Alarmierung möglichst frühzeitig erfolgen, um das Öl an geeigneter Stelle aufhalten zu können. Auf dem Wasser wird eine schwimmende "Ölsperre" gesetzt, an der sich das auf dem Wasser treibende Öl sammelt. Von hier muss es abgesaugt und entsorgt werden.
Zur Ausrüstung der Ölwehr gehören:
Fahrzeuge: Unimog mit Anhänger, Mehrzweckboot 60 KW auf Trailer. Ölsperre: Wefü-Spezial Ölsperre (240 Meter) in 20 Meter Teilstücken, Höhe ca. 670mm, Material (Anker, Festpunktzubehör, Leinen usw.) für maximal vier Sperren (zum Beispiel vier mal 60 Meter Teilsperren)
Pumpen: DEPA (ELRO Gefahrgutpumpe GP 20/10 Ex, 300 l/min sowie eine Indux Membran Pumpe Typ 3BN
Zubehör: Zwei Combi Skimmer (Edelstahl, bis 16000l / Std), ein tragbarer Ölabscheider auf Schwerkraftbasis, zwei Auffangbehälter mit Fassungsvermögen 5000 Liter (faltbar und selbstaufrichtend), diverse Schläuche.
Stromerzeuger: 8 kVA, vier Flutlichstrahler 1000 Watt, zwei Stative, diverse Kabeltrommeln.


