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Hilfe im Katastrophenfall

Übungsszenario für die KFB Verden in Schneverdingen.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) des Landkreises Verden ist für den Katastrophenfall vorwiegend außerhalb des Landkreises vorgesehen. Bei Großschadenslagen, wie etwa einem Flugzeugabsturz, einem Waldgroßbrand oder extremen Hochwasser, die von den örtlichen Feuerwehrkräften nicht alleine bewältigt werden können, kommen die Kreisfeuerwehrbereitschaften zum Zuge. Die KFB war zuletzt im April 2006 beim Katastrophenhochwasser an der Elbe bzw. Jeetzel im Landkreis Lüchow-Dannenberg im Einsatz. Aber auch bei den Waldgroßbränden 1975 in der Heide (Bereich Celle/Lüchow/Gifhorn) oder vor Jahrzehnten bei Sturmfluten (z.B. in Hamburg) war die Hilfe der Kreisverdener KFB schon gefragt.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaften in Niedersachsen wurden gegründet, um in einem solchen Bedarfsfall nicht willkürlich Feuerwehren zusammenzuziehen und damit ganze Landstriche feuerwehrtechnisch verwaisen zu lassen. Sie sind in taktische Einheiten (Züge) unterteilt, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen können (etwa Brandbekämpfung oder Technische Hilfeleistung). Die KFB besteht deshalb aus vorbestimmten Fahrzeugen und Personal aus verschiedenen Feuerwehren im Landkreis. Die Ortsfeuerwehr Verden beteiligt sich mit ca. 15 Einsatzkräften sowie ihrem Rüstwagen RW, ihrem Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und dem Gerätewagen-Nachschub GW-N an der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Ist die Bereitschaft im Einsatz, stehen so immer noch ausreichend Fahrzeuge und Personal für einen Einsatz im Stadtgebiet zur Verfügung.

Ernstfall im Jahr 2002: Die KFB ist auf der A 27 in Richtung Landkreis Lüneburg zum Elbehochwasser unterwegs.

Kommt es zu einer Alarmierung der Kreisfeuerwehrbereitschaft, fahren alle Fahrzeuge einen Bereitstellungsraum (zum Beispiel den Hof der Feuerwehrtechnischen Zentrale) an. Falls Eile geboten ist, erfolgen diese Fahrten auch mit Sondersignal. Handelt es sich um einen Einsatz, der sich vermutlich über mehrere Tage erstreckt, müssen die Einsatzkräfte bereits mit gepackten Taschen ausrücken. So geschehen zum Beispiel beim Elbehochwasser, als sich der längere Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft schon im Vorfeld andeutete. Im geschlossenen Verband (Konvoi) fährt die Kreisfeuerwehrbereitschaft nach der Sammlung dann zum Einsatzort. Die Vielzahl der Einsatzfahrzeuge bietet auf den Straßen meist ein beeindruckendes Spektakel.

Der Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft wird jährlich einmal geprobt. Teilweise finden diese Übungen innerhalb des Landkreises, manchmal aber auch in anderen Teilen Niedersachsens, unter Umständen mit Übernachtung statt.

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