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Gefahrgutgruppe

Ernstfall: Ammoniakaustritt in einer Firma.

Die Gefahrgutgruppe der Stadt Verden setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Schwerpunktfeuerwehr Verden, dort ist auch das erforderliche Gerät stationiert, und der Ortsfeuerwehr Walle. Sie hat eine Gesamtstärke von zwei Löschgruppen, unter der Leitung eines Zugführers.

In jeweils zwölf gemeinsamen und zusätzlichen Ausbildungsdiensten im Jahr erlernen und üben diese Feuerwehrleute spezielle Einsatzmaßnahmen und den Umgang mit der entsprechenden Sonderausrüstung, um möglichen Gefahren sicher und effektiv gegenübertreten zu können.

Die Gefahrgutgruppe hat einen wichtigen Platz in dem "Gefahrgutkonzept" des Landkreises Verden, an dem auch das Deutsche Rote Kreuz mit der Schnelleinsatzgruppe "SEG-Gefahrgut" und die Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) mit weiteren Einsatzkräften beteiligt sind. Die Spitze dieses Konzeptes bildet der Gefahrgut-Zug des Landkreises (eine erweiterte Feuerwehr-Einheit), welcher im "Rettungszentrum Nord" in der Stadt Achim stationiert ist.

Grundaufgaben der Gefahrgutgruppe Verden sind:

  • Die Abarbeitung von Einsätzen mit Gefahrstoffen von bekannter Art und in begrenzter Menge.
  • Unterstützung des Gefahrgut-Zuges des Landkreises Verden mit ausgebildeten Gefahrgutkräften und entsprechender Sonderausrüstung, z.B. Chemiekalienschutzanzug-Träger (CSA-Träger).

Erkundungseinsatz im Schutzanzug.

Aufgrund der Infrastruktur und der Verteilung der Schwerpunktfeuerwehren ist der Landkreis, organisatorisch, in zwei Hälften unterteilt: Nord- und Südkreis. Daraus resultierend und aufgrund der vorgehaltenen Ausrüstung hat die Gefahrgutgruppe der Stadt Verden weitere Aufgaben, insbesondere im Südkreis.

Diese sind:Erkundung bei Einsätzen mit Gefahrstoffen, auch wenn Art und / oder die Menge des Gefahrstoffes nicht bekannt ist - sowie die Einleitung von "erweiterten Maßnahmen" Vorbereitung und Aufbau der Dekontamination, Vorbereitung von "speziellen Maßnahmen" und des Einsatzes von weiteren Spezialkräften in größerem Umfang durch den Gefahrgut-Zug des Landkreises.

Ausrüstung:

Damit die Gruppe ihre Aufgaben entsprechend erfüllen kann, wird eine größere Menge an Sonderschutzausrüstung und anderem Gerät vorgehalten. Dieses ist, zum größten Teil, auf dem "Gerätewagen-Gefahrgut" verlastet.

Wichtige Komponenten der Gefahrgut-Ausrüstung

  • Acht Chemikalien-Schutzanzüge, Form 3 (CSA)
  • Acht Chemikalien-Schutzanzüge, Form 2, mit Flammschutz (ISOTEMP)
  • Zwei Flammschutz-Anzüge (ISOPANT)
  • Zwei Hitzeschutzanzüge
  • Diverse Kunststoffwannen
  • Diverse Rohrdichtkissen
  • Zwei "Gulli-Eier"
  • Gefahrgut-Umfüll-Pumpe (GUP)
  • Tragbare Umfüll-Pumpe (TUP)
  • Fasspumpe
  • Tragbarer Stromerzeuger, 13 kVA
  • Lichtsatz
  • Aufblasbares Duschzelt
  • Auffangbecken (Faltbecken). Hinzu kommen diverse gefahrgutbeständige Schläuche und andere Materialen, wie z.B. Holzkeile, Eimer, Überfässer und Kabeltrommeln.
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