Einsatzbekleidung
Die Schutzbekleidung soll die Feuerwehrmitglieder vor den Gefahren an den Einsatzstellen bewahren. Etwa vor Brand- und anderen thermischen sowie mechanischen Verletzungen. Bei Tag und Nacht müssen die Einsatzkräfte im Straßenverkehr besonders gut sichtbar sein, um frühzeitig wahrgenommen zu werden. Gleichzeitig muss die Kleidung besonderen Schutz vor Witterung bieten (Nässe, Kälte, Wind, usw.)
Noch vor wenigen Jahren waren die Helfer ausschließlich mit Uniform- oder einfachen Stoff- oder Kunststoffjacken im Einsatz. Heute setzt die Feuerwehr moderne, funktionelle Einsatzbekleidung ein, die insbesondere bei Brandeinsätzen mehr Sicherheit bieten soll. Nach mehreren schweren Unfällen (Durchzündungen bei Bränden) mit schwer verletzten Feuerwehrleuten, begann in den 90er Jahren ein Umdenken innerhalb der Deutschen Feuerwehren. Auch für Niedersachsen wurde eine Herstellungsrichtlinie für Einsatzkleidung erlassen, an der sich die Verdener Feuerwehr orientiert.
Seit 2009 wird bei den Verdener Feuerwehren die bisherige (niedersachsentypische) orangene Einsatzbekleidung durch schwarz-blaue Bekleidung ersetzt. Die Umstellung soll sich voraussichtlich über mehrere Jahre hinziehen.
Zur Einsatzbekleidung gehören:
- Feuerwehrelm mit Nackenschutz aus Aluminium mit herunterklappbarem Visier. Die beige Lackierung ist fluoreszierend, sie leuchtet nach dem Anstrahlen durch eine Lichtquelle im Dunkeln nach. Außerdem läuft ein Relexstreifen einmal rund um den Helm. Ein Nackenleder soll verhindern, dass glühende Teilchen oder Ähnliches in Kragen fallen. Am Helm ist außerdem der Name des Trägers aufgeklebt, ein roter Punkt signalisiert, ob der jeweilige Feuerwehrmann Atemschutz tragen darf. Funktionsträger (zum Beispiel Gruppenführer) sind durch verschiedene Helmkennzeichnungen zu erkennen.
- Orangene Einsatzüberjacke aus Nomex- und Sympatex-Material. Eigenschaften der Jacke (Angaben des Herstellers): Umlegekragen mit breiter Kragenlasche, zwei eingesetzte Seitentaschen mit Taschenklappen und Klettverschluss. Zwei eingesetzte Brusttaschen mit Taschenklappen und Klettverschluss, linke Tasche zur Aufnahme eines Funkgerätes, Taschenklappe mit Antennenöffnung. Schnelltrenn-Reißverschluss, zusätzliche Abdeckleiste mit Klettverschluss. Ärmelweite verstellbar mit Lasche und Klettverschluss. Abnehmbares Rückenschild silber mit Aufschrift „FEUERWEHR“. Reflexstreifen silber 50 mm breit: zwei Stück horizontal am Rumpf umlaufend, je einmal horizontal am Ärmel umlaufend, vier vertikale Streifen auf dem Rücken und je ein vertikaler Streifen auf dem Vorderteil. lsolationsfutter durch Reißverschluss austrennbar.
- Schwarz-blaue Einsatzüberjacke aus Nomex und Gore-Tex-Material. Eigenschaften der Jacke (Angaben des Herstellers): Umlegekragen mit Klettlasche in der Weite verstellbar, doppelte Abdeckleiste bis Kragenende verhindert das Eindringen von Flüssigkeiten, Panikreißverschluss, Schulterverstärkung ausgepolstert mit Para-Aramid-Filz, abgesteppt mit Oberstoff, eingearbeitete Achselkeile verhindern ein Hochziehen der Jacke, tiefenverstellbare Funkgerätetasche links mit Antennenlasche, Flauschbänder im oberen Brustbereich zum Befestigen eines Namensschildes oder eines Kollers, zwei Seitentaschen, die linke mit Druckknopflasche und Karabinerhaken, Taschenbeutel aus Obergewebe, zwei Revisionsöffnungen im Jackeninnern zu Kontroll- und Reparaturzwecken, Ärmelsaum mit Stoßkante aus silikon-carbon-beschichtetem, schwerentflammbarem, scheuer- und abriebfestem, schwarzem Kevlar-Material, Umlenklasche zur optimalen Ärmelweiten-Anpassung, für individuelle Anpassung sind im Ärmel zwölf Zentimer lange Nomex-Strickbünde mit integriertem ITC-System (individual thum control) eingearbeitet, Saugsperren am Jackensaum und an den Ärmeln verhindern das Eindringen von Flüssigkeiten, Innentasche mit innenliegender Kennzeichnungslasche.
- Schwarz-blaue Einsatzhose. Eigenschaften nach Angaben Herstellers: Leicht hochgezogene Hinterhose, Komfort-Trägersystem: im Schulterbereich verbreitert und mit Para- Aramid-Filz ausgepolsterte Hosenträger aus Obergewebe, integrierte Elastikkomponente im Rücken, verstellbare Schnellverschlüsse, volle Isolation und Nässesperre bis in den Bundbereich, Bundweitenanpassung durch Gummizug, Vorderverschluss: Breit überlappender Schlitz mit Klettverschluss, zwei Revisionsöffnungen im Hosenbund zu Kontrollund Reparaturzwecken, zwei seitliche Durchgriffe mit Klappe und Klettverschluss, rechts und links zwei Aufhänge-Schlaufen, zwei seitliche Blasebalgtaschen mit Klappe und Klettverschluss, rechts mit zusätzlicher Messertasche, Kniepolster aus zweilagigem Para-Aramid-Filzauf der Überhose fixiert, abgedeckt mit silikon-carbon-beschichtetem, schwerentflammbarem, scheuer- und abriebfestem, schwarzem Kevlar-Material, Beinweitenverstellung mit Klettlasche, Schmutz- und Nässeaufsaugsperre an Hosenbeinenden innenliegend, Stoßkante aus silikon-carbon-beschichtetem, schwerentflammbarem, scheuer- und abriebfestem, schwarzem Kevlar-Material.
- Feuerwehrsicherheitsgurtmit Karabinerhaken und Feuerwehrbeil. Der Gurt wird zum Abseilen von Gebäuden (in Notsituationen) benötigt. Das Beil kann zum Beispiel zum Einschlagen einer Fensterscheibe o.ä., aber auch zum Beispiel zum Offenhalten einer Tür eingesetzt werden.
- Feuerwehrschutzhandschuhe. Wir verwenden unterschiedliche Produkte verschiedener Hersteller. Die früher üblichen einfachen Lederhandschuhe werden nur noch bei Technischen Hilfeleistungen eingesetzt.
- Schwarze Feuerwehrsicherheitsstiefel aus Leder (unterschiedliche Produkte verschiedener Hersteller). Diese müssen Schutz bieten vor: Hitze, Chemiekalien, Nässe, spitzen Gegenständen (durchstoßsichere Stahlsohle) usw. Unter anderem werden die Zehen durch eine Stahlkappe vor herabfallenden Gegenständen geschützt.

