Vorsicht: gefährliche Eisflächen!
Das Eis glitzert, scheint fest - und die testweise geworfenen Steine richten keinen Schaden an. Warum dann nicht auch mal einen Schritt auf das zugefrorene Gewässer wagen? "Aus Sicherheitsgründen", sagt die Feuerwehr Verden. "Wer sich auf nicht ausdrücklich freigegebene Eisflächen begibt, riskiert sehr schnell den Tanz mit dem Tod", warnen die Einsatzkräfte.
Insbesondere stehende Gewässer in der Region sind bereits mit einer Eisschicht überzogen und gerade Kinder fühlten sich von den Flächen wie magisch angezogen. Eltern sollten ihren Nachwuchs unbedingt auf die Gefahren hinweisen - und dabei erklären, nicht nur verbieten, meint die Feuerwehr. "Unter der Eisfläche herrschen Temperaturen von nur knapp über null Grad. Wer hier hineinstürzt wird binnen Minuten unterkühlt. Dabei schwindet rasant die Muskelkraft, der Körper wirkt wie gelähmt. Zudem saugt sich die meist dicke Winterkleidung voll Wasser, wird enorm schwer und zieht in die Tiefe", erklärt Feuerwehr-Pressesprecher Michael Klöpper.
Kommt es zu es zu einem Eisunfall, sei der schnelle Notruf an die Nummer 112 die wichtigste Maßnahme - die Rettungskräfte benötigten auch einige Minuten zum Ausrücken und für die Anfahrt. Wenn mehrere Personen helfen können, sollte mindestens eine die Einsatzkräfte an einer Straße einweisen, wenn der Unfallort abseits liegt. Eigene Rettungsversuche dürften nur unter größter Vorsicht und im Liegen erfolgen, etwa wenn dem Verunglückten eine Leine, Leiter, Brett oder ähnliches zugereicht werden kann.
Kann ein Mensch vor dem Eintreffen von Feuerwehr und DLRG gerettet werden gilt: den Verunglückten möglichst wenig bewegen, damit sich das kalte Blut nicht mit dem warmen weiter vermischt. Hausrezepte wie "mit Schnee einreiben" oder einen "wärmenden Schnaps verabreichen" seien ebenfalls die falschen Mittel. Stattdessen gilt: nasse Kleidung vorsichtig entfernen ohne den Körper zuviel zu bewegen, die betroffene Person mit Jacken und Decken wärmen und keinesfalls alleine lassen.

