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Hier finden Sie die aktuellen Pegel

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft Küsten- und Naturschutz (NLWK) veröffentlicht auf seinen Internetseiten kostenlos und ohne Zugangsbeschränkung die aktuellen Pegel (im pdf-Format), u. a. die der Flüsse Aller und Weser. Die Aktualisierung erfolgt jedoch nur bei Erreichen der zweiten Warnstufe. Die Angaben werden zu festgelegten Zeiten erneuert.

AKTUELLE PEGELSTÄNDE

Wenn das Wasser gefährlich ansteigt

Hochwasser, Januar 2003.

Verden an der Aller - schon der Stadtname verrät: Verden liegt direkt an einem Fluss. Der Ortsteil Eissel liegt außerdem direkt am Zusammenfluss von Weser und Aller. Und auch durch die Ortsteile Eitze (Gohbach) und Dauelsen (Halse) fließen zumindest kleinere Gewässer. Sie alle können mitunter gefährlich anschwellen. Und dann sind meist auch die Feuerwehren gefordert. Die Prozedur zum Verteidigen der Häuser ist dann immer die selbe: Sandsäcke füllen, zuschnüren und korrekt stapeln. Unter Umständen kommen auch Lenzpumpen zum Einsatz.

Rückblick: Hochwasser in Verden

Füllen von Sandsäcken.

Das bislang schlimmste Hochwasser traf Verden im Jahr 1946. Die jüngsten Höchstpegel wurden am 16. März 1981, am 4. Januar 1987 und am 6. Januar 2003 gemessen. Die kalten Fluten schwappten damals jeweils auch in die niederen Bereiche des Fischerviertels. Die Häuser hier liegen zwar sehr idyllisch, jedoch auch unmittelbar am Allerufer. Tritt der Fluss über die Ufer, sind die Bewohner der Kleinen Fischerstraße stets die ersten Leidtragenden des Hochwassers.

Eissel - die unfreiwillige Insel

Panzer als Eisbrecher.

Größter Problempunkt bei Hochwasser ist jedoch die Ortschaft Eissel. Weil sich hier Aller und Weser treffen, kommt es bei einem überdurchschnittlichem Wasserzulauf zu einem Hochwasserrückstau. In der Folge wird die Marsch (Wiesen und Felder) rund um das Dorf weiträumig und zum Teil recht hoch überflutet. Dabei werden immer wieder die Straßen nach Verden und Langwedel unpassierbar. Dann obliegt es der Ortsfeuerwehr Eissel einen Fährverkehr mit einem Boot einzurichten, damit die Bewohner ihre Arbeitsstellen oder Schulen und Kindergärten erreichen.

Dieser Zustand, der meist wenige Tage andauert, ist für die Eisseler nichts ungewöhnliches. Die unfreiwillige Insel führt jedoch meist zu einem großen Medieninteresse. Zweimal kam es während des Hochwassers zu solch starken Frostperioden, dass die Wasserfläche gänzlich zufror. Beide Male (zuletzt im Januar 2003, Foto) mussten Bundeswehr und Technisches Hilfswerk unterstützen. Mit einem Panzer wurde die Eisdecke durchbrochen, Bewohner und Einkäufe wurden dann durch einen spezielles, besonders hochrädriges THW-Fahrzeug transportiert.

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