Zwei Verletzte bei Explosion in Firma
(30.01.2007) - Bei einer Explosion in einer Verdener Firma sind am frühen Dienstagmorgen zwei Arbeiter verletzt worden. Die Männer im Alter von 35 und 48 Jahren mussten mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus transportiert werden. Durch die Druckwelle sowie einen Folgebrand entstand zudem erheblicher Sachschaden. Erste vorsichtige Schätzungen beziffern diesen auf rund 250.000 Euro.
Gegen 4.50 Uhr war nach einem technischen Defekt ein so genannter Trockenofen im Fertigungsbereich eines Transformatorenherstellers an der Max-Planck-Straße explodiert. Die Wucht der Druckwelle war so groß, dass im Innern des Gebäudes Abluftleitungen abgerissen, die Betonwände nach außen gedrückt, Metalltüren verbogen und ein Fenster zersplittert wurden. Glück im Unglück: In dem betroffenen Bereich hielten sich zu diesem Zeitpunkt keine Personen auf. Zwei Mitarbeiter der Nachtschicht versuchten erfolglos mit mehreren Feuerlöschern den Folgebrand einzudämmen. Dabei zogen sich die Männer Rauchvergiftungen zu. Der DRK-Rettungsdienst, mit zwei Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort, versorgte die Patienten.
Die Verdener Feuerwehr rückte mit sieben Fahrzeugen und 35 Kräften zum Einsatzort an, hinzu kam Stadtbrandmeister Wolfgang Schmidt und später ein Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale mit einem Schlauch- und Gerätewechselwagen. Unter Atemschutz gingen die Feuerwehrleute mit zwei Rohren in den betroffenen Bereich vor. Dank des schnellen Einsatzes konnte der Brand innerhalb von rund zehn Minuten unter Kontrolle gebracht werden. Gerade noch rechtzeitig - die Flammen hatten sich bereits in die abgehängte Zwischendecke des Flachdach-Baus vorangefressen. Um alle Glutnester aufzuspüren musste die Decke zum Teil gewaltsam geöffnet werden. Gleichzeitig gingen weitere Einsatzkräfte über die Drehleiter auf das Dach vor, auch dieses musste teilweise geöffnet werden. Mehrere Lüfter drückten den Brandrauch ins Freie.
Nach rund zwei Stunden konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Mitarbeiter der Firma in den nicht unmittelbar betroffenen Gebäudetrakten bereits ihre Arbeit wieder aufnehmen.
Bilder von diesem Einsatz
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| Einsatzfahrzeuge vor dem betroffenen Gebäudeteil. | Die Druckwelle hat das Gebäude schwer beschädigt. | Zersplittertes Fenster und deutliche Brandspuren. |



