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Zwei schwer Verletzte nach Wohnhausbrand

(05.04.2003) - Bei einem Brand in einem Sozial-Wohnheim der Stadt Verden sind am Samstag zwei Männer schwer verletzt worden.

Schon bei der Alarmierung durch die Leitstelle wurde den Einsatzkräften klar, dass dieser Einsatz kein alltäglicher werden würde. Unmittelbar nach dem ersten Alarm um 23.39 Uhr erhöhte der Disponent die Alarmstufe auf "Brand 2" (Gebäudebrand). Noch vor dem Ausrücken der ersten Fahrzeuge kam per Funk von der Leitstelle die Meldung, dass sich noch möglicherweise Menschen in dem brennenden Haus befinden könnten.

Innerhalb von fünf Minuten trafen die ersten Feuerwehrkräfte am Einsatzort ein. Ihnen lief einer der schwer Verletzten entgegen. Vor dem Eingangsbereich lag am Boden der zweite, kaum noch ansprechbare Verletzte. Wie sich später herausstellte, brach der Brand in einem Zimmer im Erdgeschoss aus, in dem die beiden Männer schliefen. Als sie wach wurden, stand bereits der gesamte Raum im Flammen, den Eingeschlossenen blieb nur die Flucht durch das Fenster.

Ein Atemschutztrupp durchsuchte das Haus nach weiteren Menschen und fand im ersten Stock einen schlafenden Mann vor. Er wurde sofort ins Freie gerettet. Der Mann wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung vom Rettungsdienst behandelt. Unterdessen brachten andere Kameraden den am Boden liegenden Verletzten mit einer Trage aus dem Gefahrenbereich. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wurden die Männer von der Feuerwehr erstversorgt. Insbesondere kühlten die Feuerwehrleute die schweren Brandwunden mit Wasser – beide Opfer erlitten Verbrennungen dritten Grades. Einer der Brandverletzten musste noch in der Nacht mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Hamburg geflogen werden.

Das Zimmer der beiden Männer brannte völlig aus. Während dieses Feuer rasch gelöscht werden konnte, ergab sich jedoch ein Problem. Die Flammen hatten sich bereits in die Decke und damit zwischen die Stockwerke "gefressen". Der Feuerwehr blieb nichts anderes übrig, als im ersten Stock Stück für Stück die Böden mit Äxten und Motorsägen zu öffnen, um den Brand endgültig zu löschen. Dabei wurden zwei weitere Wohnungen unbewohnbar. Weil diese Arbeiten auf Grund der Rauchentwicklung alle unter Atemschutz stattfanden, mussten mehrere Trupps noch an der Einsatzstelle ihre Luftflaschen tauschen. Der Schlauch- und Gerätewechselwagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale war am Einsatzort.

Im Laufe des Einsatzes wurde die Alarmstufe nochmals erhöht, um weitere Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben. Damit wurde auch die Ortsfeuerwehr Hönisch-Hutbergen alarmiert und im Stadtgebiet die Sirenen ausgelöst. Erst gegen 3.30 Uhr konnten die Kräfte einrücken. Die Fahrzeuge wurden anschließend wieder einsatzklar gemacht, so dass die meisten Helfer erst gegen 4.30 Uhr wieder in ihre Betten durften.

Presseberichten zufolge, die sich auf Polizeiangaben berufen, war ein Heizlüfter Auslöser des Brandes. Weil das Gerät völlig zerstört ist, wird wohl nie geklärt werden können, ob ein technischer Defekt vorlag, oder der Wärmespender unsachgemäß aufgestellt wurde.

Schon einmal hatte es am 15. Mai 2000 in dem Gebäude gebrannt. Damals brannte genau das jetzt wieder betroffene Zimmer.

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