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Zwei Pkw aus Weser geborgen

(04.11.2007) - Der Fund von zwei Pkw in der Weser bei Eissel hat am Sonntag Kräfte von Feuerwehr, DLRG, DRK, THW und Polizei mehrere Stunden beschäftigt. Angler hatten kurz vor 9 Uhr ein aus dem Wasser ragendes Fahrzeug entdeckt und einen Notruf abgesetzt. Weil zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, ob sich Personen im Fahrzeug befanden, löste die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle einen Großalarm aus.

Fast 80 Rettungskräfte mit zirka 18 Fahrzeugen kamen zum Einsatz (unter anderem die Boote von Feuerwehrtechnischer Zentrale, DLRG und THW). Beim Eintreffen der ersten Helfer war von dem versunkenen Pkw nur ein Teil der Dachkante zu sehen. Erst nachdem ein Taucher der DLRG den Wagen abgesucht hatte stand fest: niemand mehr an Bord. Dafür machte der Froschmann bei seiner Erkundung einen überraschenden Fund: Unter dem fast gesunkenen Wagen lag ein zweites Fahrzeug. Auch in diesem Pkw befanden sich keine Personen.

Auf der zwischenzeitlich für den Schiffverkehr gesperrten Weser lief eine umfangreiche Bergungsaktion an, bei der Feuerwehr, DLRG und THW Hand in Hand arbeiteten. Zunächst galt es, beide Pkw mit Mehrzweckzügen und Seilen zu sichern, um ein Wegschwimmen zu verhindern. Erst danach brachte der Taucher ein Lufthebekissen ins Fahrzeug, um das Fahrzeug aufschwimmen zu lassen. Mit der Motorseilwinde des Rüstwagens zog die Feuerwehr den VW Touran zurück an Land.

Bei dem zweiten Pkw, einem Skoda, gestaltete sich die Bergung ungleich schwieriger. Da der Pkw offenbar über einen längeren Zeitraum im Wasser lag, steckte dieser tief im Bodenschlick und war somit schwerer. Hier kam zusätzlich ein Kran des THW zum Einsatz, um die Bergung zu vereinfachen. Erst nach rund viereinhalb Stunden konnte der aufwändige Einsatz beendet werden.

Die Polizei hat beide Fahrzeuge beschlagnahmt. Weitere Ermittlungen sollen klären warum und wann die Fahrzeuge ins Wasser gelangt sind.

Bilder von diesem Einsatz

Der Einsatzort, die so genannte "Panzerstraße" in Eissel. Nur ein Teil des Fahrzeugdaches ragt noch aus dem Wasser. Die Bootsbesatzung der FTZ Verden manövriert an den Pkw heran.
An sicherer Leinenführung geht ein DLRG-Taucher ins Wasser. Zeichensprache: Der DLRG-Taucher meldet "alles okay". Boote von DLRG und Feuerwehrtechnischer Zentrale neben dem Pkw.
Der "Fixpunkt" eines Mehrzweckzuges wird im Boden verankert. Der DLRG-Taucher bringt die Bandschlingen am Touran an. Einsatzfahrzeuge an der Straße Nonnenahe (Eissler Seite).
Vorsichtig wird der Touran an Land gezogen und die Tür geöffnet. Polizeibeamte nimmt das geborgene Fahrzeug in Augenschein. Das zweite Fahrzeug taucht dank Luftkissen an der Oberfläche auf.
Augenscheinlich lag das Fahrzeug über einen längeren Zeitraum im Wasser. Eine Plastikfolie wird als Unterlegschutz gegen auslaufendes Öl am Ufer vorbereitet. Mit Hilfe eines Kranes manövrieren Feuerwehrleute und THW-Helfer den Wagen ans Ufer.

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