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Zahlreiche Einsätze in Unwetternacht

(04.07.2008) - Gewitter und Starkregen haben in der Nacht zu Freitag die Freiwillige Feuerwehr Verden in Dauerstress versetzt. Vom späten Nachmittag bis tief in die Nacht waren die Einsatzkräfte nahezu ohne Pause unterwegs: Vor allem zu vollgelaufenen Kellern, aber auch zu mehreren Feueralarmen und einem Verkehrsunfall.

Die Serie von insgesamt 15 Einsätzen begann am Nachmittag gegen 16.34 Uhr, als ein kräftiges Gewitter über Verden hinwegzog. Zunächst riefen Angestellte eines Supermarktes an der Bremer Straße die Feuerwehr zu Hilfe, als die Regenmassen in das Gebäude eindrangen. Weil große Mengen Wasser in den Keller nachflossen, mussten die Helfer neben Pumpen sogar Sandsäcke einsetzen. Auch der Parkplatz des Marktes wurde überflutet.

Beinahe im Minutentakt folgten bald darauf Hilferufe und Einsätze wegen vollgelaufender Keller in Wohnhäusern. Besonders betroffen war das Wohngebiet entlang der Straßen Brammerfeld und Rosenbrockstraße. In der Carl-Hesse-Straße wurde eine Garagenzufahrt beinahe zwei Meter hoch überflutet. Das Garagentor bog sich sich unter dem Wasserdruck, hielt aber stand. An der Alten Eitzer Straße floß ständig Wasser in einen Keller nach. Die Eitzer Feuerwehr pumpte an der Weitzmühlener und der Walsroder Straße insgesamt vier Keller leer.

Kurz vor 21 Uhr waren die Einsätze abgearbeitet, die Feuerwehr just eingerückt, als eine Feuermeldung aus der Borsteler Chaussee bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle einging. Ein Lkw-Fahrer meldete auf dem Gelände eines Umspannwerkes den Brand eines Transformators. Wie sich herausstellte war ein Isolator durch eine Überspannung zerstört worden. Dadurch war es zu einem heftigen, explosionsartigen Knall gekommen, kurzfristig brannten Kunststoffteile nach. Ein Eingreifen der Feuerwehr war jedoch nicht mehr erforderlich. Nach Einschätzung der Mitarbeiter des zuständigen Stromversorgers dürfte der Schaden mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen Blitz verursacht worden sein. Dieser kann jedoch kilometerweit entfernt eingeschlagen haben. Kurzfristig war es in Verden zum Teil auch zu einer Stromunterbrechung gekommen.

Die Helfer waren kaum zu Hause, als die Brandmeldeanlage eines Betriebes an der Justus-von-Liebig-Straße Alarm schlug, Mitarbeiter konnten jedoch sofort Entwarnung geben.

Gegen 22.54 Uhr riefen hingegen Mitarbeiter einer Firma an der Max-Planck-Straße um Hilfe. Ein Zierteich neben dem Neubau lief aufgrund der massiven Regenfälle über. Das Wasser drohte auch in das Innere des Gebäudes einzudringen. Mit mehreren Pumpen senkten die Feuerwehrleute den bedrohlich angestiegenen Pegel.

Noch während des Einsatzes war die Alarmierung weiterer Kräfte erforderlich, nachdem bei einer weiteren Firma die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Vermutlich dürfte die Witterung auch hier eine Rolle gespielt haben und einen Fehlalarm in den Sensoren einer Rauchansauganlage ausgelöst haben.

Nahtlos nach dem Teich-Einsatz folgte eine Unterstützung bei einem Verkehrsunfall, nur wenige Hundert Meter entfernt auf der Max-Planck-Straße. Ein Sattelzug war auf regegnnasser Fahrbahn in einer Kurve am Finkenberg nach links von der Fahrbahn abgekommen, hatte einen Straßenbaum niedergerissen und war verkeilt im Seitenraum stehen geblieben. Um das Fahrzeug bergen zu können, musste die Feuerwehr zwei Bäume per Motorsäge entfernen. Die Max-Planck-Straße blieb währenddessen voll gesperrt.

Kaum waren die Feuerwehrleute wieder im Feuerwehrhaus zurück, lief in der Leitstelle erneut der Brandmelderalarm der bereits zuvor betroffenen Firma im Industriegebiet auf. Abermals rückte ein Löschzug an, auch diesmal handelte es sich um einen Fehlalarm.

Bereits am Vormittag war die Unterstützung der Drehleiter bei einem Arbeitsunfall am Lönsweg gefordert gewesen. Hier war ein Arbeiter auf einer Baustelle auf einem Dach abgestürzt. Der Verletzte musste schonend auf einer Krankentrage zum Boden transportiert werden.

Bilder von diesen Einsätzen

An der Carl-Hesse-Straße steht die Zufahrt zu einer Garage fast mannhoch unter Wasser. Das Garagentor biegt sich unter dem Druck der Wassermassen, aber es hält stand. Einsatz im Umspannwerk an der Borsteler Chaussee. Besprechung zwischen Feuerwehr und Mitarbeiter.
Einer der Isolatoren wurde durch die Überspannung völlig zerstört. Wassermassen vor einem Firmengebäude - ein Teich ist über die Ufer getreten. Mit mehreren Pumpen wird der bedrohliche Pegel abgesenkt.
Lkw-Unfall an der Max-Planck-Straße... ...ein Baum muss für die Bergung gefällt werden. Auch der "Unfall-Baum" wird per Säge beseitigt.

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