Aktuell Einsätze Bürger-Infos Sicherheits-Tipps Über uns Fahrzeuge Links Förderverein Kontakt & Service

Walle: Turnhallen-Neubau brennt vollständig nieder

(27.01.2010) - Eine verletzte Person und eine zerstörte Sporthalle, die sich noch im Bau befand, sind die Bilanz eines Großbrandes am Mittwochnachmittag in Verden-Walle. Nach Angaben der Polizei ist es wahrscheinlich, dass der Brand bei Handwerkerarbeiten ausgebrochen ist. Die Ermittlungen dauern allerdings an. Ein Handwerker erlitt einen Schock sowie eine leichte Rauchgasvergiftung und musste ärztlich behandelt werden.

Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte wurde aufgrund von zahlreichen weiteren Notrufen die Alarmstufe auf "Brand 3" (Gebäudevollbrand) erhöht.Somit kamen die Feuerwehren aus Walle, Dauelsen, Scharnhorst und Verden sowie die Drehleiter der Feuerwehr Achim und die Feuerwehrtechnische Zentrale (mit ELW 2, SGW und SW 2000) zum Einsatz - insgesamt über 100 Kräfte. Zur Versorgung des verletzten Handwerkers und zur Sicherheit der Einsatzkräfte wurde auch zwei Rettungswagen des DRK alarmiert.

Mittels eines umfassenden Löschangriffs, zeitweise über die beiden Wenderohre der Drehleitern, zwei Wasserwerfer und sechs B-Rohre durchgeführt, konnte das Feuer nach einiger Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Mehrere Gasflaschen konnten gekühlt und aus dem Gebäude geborgen werden.

Betriebshofmitarbeiter streuten die Einsatzstelle ab, da bei den extrem niedrigen Temperaturen das Löschwasser auf dem Boden gefror. Den Mitarbeitern der Verdener Stadtwerke machte der Dauerfrost ebenso zu schaffen, denn um die Versorgung des Gebäudes mit Gas, Wasser und Strom zu unterbrechen kam ein Presslufthammer zum Einsatz, damit der gefrorene Boden durchbrochen werden konnte.

Nachdem die Einsatzleitung festellten konnte, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht worden war, konnte damit begonnen werden die Glutnester abzulöschen. Dabei leistete ein Bagger wertvolle Hilfe, da bereits Teile der Dachkonstruktion eingestürzt waren. Weitere Gebäudeteile mussten kontrolliert abgerissen werden.

Aufgrund der extremen Kälte entschied sich die Einsatzleitung dazu mittels T-Mobile-Alarmruf (Handy-Alarmierung) frische Kräfte zur Ablösung heranzuziehen und auch der Brandschutzprüfer des Landkreises und Bürgermeister Lutz Brockmann machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Am Gebäude, das sich in unmittelbarer Nähe der Grundschule befindet, entstand nach Einschätzung der Polizei wirtschaftlicher Totalschaden. Nach ersten Schätzungen geht der Landkreis Verden als Bauträger von einem Schaden in Höhe von rund 800.000 Euro aus.

Eine Brandwache der telefonisch nachalarmierten Ortsfeuerwehren Eissel, Hönisch-Hutbergen und Verden (mit Rüstwagen und Drehleiter) blieb in der Nacht an der Einsatzstelle, um Nachlöscharbeiten durchzuführen. (Text: Martin Köster/SEG Presse, Polizeiinspektion Verden/Osterholz, mik)

Video zum Einsatz
Hier klicken!

Share |