Tödlicher Verkehrsunfall auf der A 27
(04.03.2006) - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 27 bei Verden ist am späten Samstagabend eine 75-jährige Frau ums Leben gekommen. Eine 60-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Ein Kleinwagen war in Höhe der Anschluss-Stelle Verden/Ost frontal mit einem stehenden BMW kollidiert, der kurz zuvor gegen die Mittelschutzplanke geprallt war.
Als die ersten ungenauen Meldungen gegen 22.45 Uhr bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle eingingen, war zunächst von einem brennenden Pkw nach einem Unfall die Rede. Erst in weiteren Meldungen von mehreren Verletzten sowie mehreren eingeklemmten Personen. Der Dienst habende Disponent alarmierte neben einem Großaufgebot der Ortsfeuerwehr Verden (28 Kräfte mit sechs Fahrzeugen) insgesamt vier Rettungswagen, die Notärzte aus Verden und Achim, den "Organisatorischen Leiter Rettungsdienst" sowie den "Leitenden Notarzt".
Aufgrund von Schneeglätte auf den Straßen mussten die Einsatzkräfte sehr vorsichtig anfahren. Die Unfallstelle befand sich auf der Richtungsfahrbahn Hannover, in Höhe des Verzögerungsstreifens der Anschluss-Stelle Verden/Ost. Nachdem feststand, dass die Autobahn komplett gesperrt war, konnten die aus Verden anrückenden Rettungskräfte entgegen der Fahrtrichtung auffahren. Beim Eintreffen bot sich zunächst ein unübersichtliches Bild. Nach ersten Erkenntnissen war zumindest ein weiteres Fahrzeug im selben Bereich verunfallt, in wie weit dieser Unfall im Zusammenhang mit dem ersten stand, müssen die polizeilichen Ermittlungen klären.
In dem Kleinwagen befanden sich eine 60-Jährige auf dem Beifahrersitz sowie eine 75-Jährige auf der Rückbank. Beide Frauen konnten durch die Feuerwehr ohne technische Hilfsmittel aus dem Fahrzeug befreit werden. Während die Beifahrerin mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, kam für 75-Jährige jede Hilfe zu spät. Im Motorraum des Kleinwagens (Peugeot) kam es zu einem kleineren Schwelbrand, zudem verdampfte Kühlwasser. Einsatzkräfte kühlten die heißen Fahrzeugteile mit Wasser und klemmten die Batterien beider Unfallwagen vorsorglich ab.
Der Rettungsdienst kümmerte sich unterdessen auch um die drei weiteren schwer Verletzten, eine Frau (34 Jahre) sowie zwei Männer (35 und 36 Jahre). Bis zur Bergung der Fahrzeuge durch ein Abschleppunternehmen leuchtete die Feuerwehr die Unfallstelle aus. Für die Feuerwehr konnte der Einsatz nach rund anderthalb Stunden abgeschlossen werden.






