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Sportboot in der Weser versenkt

(04.07.2005) - Ein offenbar vorsätzlich in der Weser versenktes Sportboot hat am Montagvormittag nicht nur die Wasserschutzpolizei und Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Verden beschäftigt, sondern auch zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr und der DLRG. Das gekenterte Boot war am Morgen am Wehr in Intschede entdeckt worden, nur der Bug war noch sichtbar.

Mit einem Boot und einer Schute samt Ladekran sicherten die WSA-Mitarbeiter den Havaristen und schleppten ihn zunächst ans Ufer. Anfangs war unklar ob sich noch Personen an Bord befinden, diese Befürchtung bestätigte sich nicht. Die Arbeiter stellten jedoch fest, dass aus dem Motor Öl auslief und verständigten die Feuerwehr.

Die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle alarmierte - wie bei einem Ölunfall auf einem Gewässer vorgesehen - um 11.25 Uhr die örtlich zuständige Ortsfeuerwehr Intschede sowie den Ölwehr-Zug, der sich aus Personal und Fahrzeugen der Ortsfeuerwehr Verden und der Feuerwehrtechnischen Zentrale zusammensetzt. Auch die DLRG-Ortsgruppe Verden rückte aus.

Weil nur geringe Mengen von leichtem Öl und Kraftstoff auf der Wasseroberfläche trieben, verzichtete die Einsatzleitung auf das Ausbringen der Ölsperre. Die Ölschlengel können nur schweres Öl aufhalten. Gleichwohl begannen unverzüglich die Bergemaßnahmen. Mit einer Pumpe musste das Wasser aus dem Innenraum des angehobenen Bootes entfernt werden. Die Helfer sammelten das Wasser zunächst in Fässern, bis ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises es als unbedenklich einstufte.

Während der Bergungsmaßnahmen entdeckten die Helfer mehrere Löcher im Rumpf, durch die das Wasser ins Boot eindrang. Ersten Ermittlungen zufolge waren die Löcher vorsätzlich hineingebohrt worden. Die Wasserschutzpolizei beschlagnahmte daraufhin das Boot für die weiteren Ermittlungen.

Mit Hilfe des Schuten-Krans und einem Stapler-Fahrzeug eines Intscheder Feuerwehrmannes konnte das Boot aus dem Wasser gehievt werden. Der Uferboden war vorsorglich mit öldichter Folie ausgelegt worden, um Umweltschäden zu vermeiden. Auslaufendes Öl konnte jedoch nicht festgestellt werden. Ein privates Bergungsunternehmen transportierte das Boot mit einem Abschleppfahrzeug ab.

Bilder von diesem Einsatz

Das am Ufer mit einem Kran gesicherte Boot. Auffangen des abgepumpten Wassers. Die Einsatzfahrzeuge am Intscheder Wehr.
Das Einsatzboot der Feuwehrtechnischen Zentrale. Das Boot wird mit einem Staplerfahrzeug geborgen. Abtransport auf ein Abschleppfahrzeug.

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