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Schweißarbeiten lösen Brand in Werkstatt aus

(24.02.2007) - Schweißarbeiten sind nach ersten Erkenntnissen der Auslöser für einen größeren Brand in einer privaten Werkstatt am Verdener Brunnenweg gewesen. Bei dem Feuer, das am Samstag kurz nach 12 Uhr ausgebrochen war, entstand erheblicher Gebäudeschaden. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Ein Arbeiter hatte offenbar an einem Abluftsystem innerhalb einer Lackierbox (Spezialraum für Lackierarbeiten) die Schweißarbeiten durchgeführt. Dabei kam es zu der Brandentwicklung und einer sehr schnellen Ausbreitung des Feuers. Sowohl die Personen aus der Werkstatt als auch aus einer Videothek, die in dem selben Gebäudekomplex untergebracht ist, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Um 12.14 Uhr löste die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle den Alarm für die Ortsfeuerwehr Verden aus. Innerhalb weniger Minuten trafen 39 Kräfte mit insgesamt neun Fahrzeugen am Einsatzort ein. Zu diesem Zeitpunkt drang dichter Rauch aus dem Gebäude. Für die Feuerwehr stellte sich die Lage anfangs unübersichtlich dar. Zumal nicht bekannt war, welche Art von Betrieb in dem Gebäude (in dem früher Antiquitäten gelagert wurden) beherbergt wird. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor, sie konnten nach einiger Suche den Brandherd in der Lackierbox feststellen und die Brandbekämpfung mit zwei C-Rohren einleiten. Mehrere Türen mussten dafür mit einem Spezialwerkzeug geöffnet werden.

Für Aufregung sorgte der Hinweis, es befände sich ein Schweißgerät - und damit eine möglicherweise explosionsgefährdete Acetylen- oder Propangasflasche - im Gebäude. Ein Trupp konnte das Gerät jedoch bergen - es handelte sich um ein ungefährlicheres Elektroschweißgerät.

Der Rauch der durch die Abluftanlage aufs Dach transportiert wurde, erweckte zunächst den Anschein, als sei auch das Obergeschoss vom Brand betroffen. Da das verzinkte Abluftrohr extrem stark erhitzt war, war diese Gefahr tatsächlich gegeben. Durch den schnellen Löscheinsatz konnte der Brand jedoch auf den unmittelbar betroffenen, rund 40 Quadratmeter großen Raum beschränkt werden. Nicht verhindert werden konnte, das weite Teile des Gebäudes sowie ein darin abgestelltes Fahrzeug durch Brandrauch beschädigt wurden. Um alle Brandnester ablöschen zu können, musste die Lüftungsanlage demontiert sowie Teile der Wärmedämmung entfernt werden. Bei den Löscharbeiten waren bis zu acht Trupps unter Atemschutz eingesetzt. Eine massive Brandmauer verhinderte, dass sich das Feuer auf die angrenzende Videothek ausbreiten konnte. Deren Betrieb musste aufgrund des Feuerwehreinsatzes sowie einer zeitweisen Stromabschaltung vorübergehend unterbrochen werden. Mit Lüftern konnte das Gebäude schließlich entraucht werden. Gegen 14 Uhr beendete die Feuerwehr ihren Einsatz.

Bilder von diesem Einsatz

Trupps stehen vor dem Gebäude in Bereitstellung. Einsatzfahrzeuge vor Ort (Blickrichtung Brunnenweg). Eine zusätzliche Schlauchleitung liegt bereit.
Ein Lüfter wird vor dem Eingang in Stellung gebracht. Leichter Brandrauch dringt noch aus dem Gebäude. Blick in Richtung der Lackierbox, die schwer beschädigt wurde.

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