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Scheunengebäude durch Großbrand vernichtet

(24.05.2008) - Ein Großbrand hat in der Nacht zu Samstag ein großes Scheunengebäude auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Dörverden-Barme völlig zerstört. Der Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot angerückt war, gelang es gerade noch ein Übergreifen der Flammen auf ein direkt angrenzendes Wohnhaus zu verhindern. Der Schaden wird auf rund 300.000 Euro geschätzt. Wenige Hundert Meter vom Einsatzort entfernt brannte zeitgleich ein kleines Pumpen-Häuschen.

Um 4.31 Uhr alarmierte die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle die Feuerwehren aus Barme, Dörverden und Stedorf sowie die Drehleiter der Verdener Feuerwehr. Zum ersten Mal wurde dabei die überarbeitete Alarm- und Ausrückeordnung im Landkreis angewandt, nach der eine Drehleiter bei Gebäude-Großbränden sofort mitalarmiert wird. Bislang musste das Spezialfahrzeug bei Bedarf nachgefordert werden. Gleich bei diesem Einsatz bewährte sich diese Regelung. Schon in den ersten Notrufen hatten Anrufer gemeldet, dass das Gebäude am Barmer Kirchweg lichterloh in Flammen stünde. Die Rauchsäule war so groß, dass sie selbst im rund 13 Kilometer entfernten Verden deutlich sichtbar war.

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Der Einsatzleiter, Gemeindebrandmeister Gerd Degener, entdeckte beim Eintreffen einen weiteren Brandherd: Wenige Hundert Meter von dem brennenden Scheunengebäude entfernt stand ein Pumpen-Häuschen, das zur Feldbewässerung genutzt wird, ebenfalls in Flammen. Ein Teil der anrückenden Kräfte musste zunächst hier die Brandbekämpfung übernehmen, während weitere die Löscharbeiten an der Scheune aufnahmen.

Das die Flammen auf das direkt angrenzende Wohngebäude übergreifen würden, war zu diesem Zeitpunkt die größte Sorge der Einsatzleitung. Einen Anbau, der Scheune und Wohnhaus verbindet, hatten die Flammen bereits weitgehend erfasst. "Aus diesem Grund haben wir sofort Trupps im Innenangriff eingesetzt", berichtet Degener. Von oben unterstützte die Drehleiterbesatzung. Bereits kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr stürzte ein Giebel der Scheune ein.

Die hinzu alarmierten Feuerwehren aus Westen und Hülsen unterstützten bei der Brandbekämpfung. In Spitzenzeiten kamen zehn Löschrohre (ein Wende-, vier B-, fünf C-Rohre) zum Einsatz. Während von Anfang an klar war, dass im Scheunengebäude nichts mehr zu retten war, konnte die befürchtete Brandausbreitung erfolgreich verhindert werden. "Rund fünf Meter vor dem Wohnhaus haben wir das Feuer gestoppt," berichtet Degener. Der großen Schadenssumme steht entsprechend die Summe so genannter "erhaltener Werte" von rund einer Million Euro entgegen. In der Scheune waren unter anderem ein Pflug, ein Heidelbeer-Roder sowie Verpackungsmaterial für Spargel und Heidelbeeren verbrannt. Ein Tank mit rund 1.500 Liter Diesel überstand den Brand unbeschadet. Erntehelfer hatten außerdem einen Kleinbus noch aus dem Gebäude retten können.

Neben den Ortsfeuerwehren waren auch der Groß-Einsatzleitwagen sowie ein Schlauch- und Gerätewechselwagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale vor Ort im Einsatz. Ebenso Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling. Die DRK-Fachgruppe Rettungsdienst sicherte die Helfer, musste jedoch nicht eingreifen. Insgesamt 136 Kräfte mit 17 Fahrzeugen von Feuerwehr, Rettungsdienst und Ordnungsamt waren vor Ort.

Am frühen Vormittag konnten die meisten Kräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Die Polizei hat ihre Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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