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Sauerstoffmangel in Fischteich

(04.06.2008) - Keine Pause für die Feuerwehr: Nur kurz nach dem Verkehrsunfall in Dauelsen piepten die Funkmeldeempfänger der Einsatzkräfte erneut: Feueralarm am Saumurplatz. Ein Fehlalarm einer Brandmeldeanlage, wie sich herausstellte. Direkt im Anschluss folgte ein ungewöhnlicher Umweltschutzeinsatz.

Die tagelange Hitze und niederschlagsfreie Zeit hatte den großen Fischteich im Rhododendronpark am Berliner Ring "umkippen" lassen. In der Folge des Sauerstoffmangels im Gewässer setzte ein großes Fischsterben ein. Um zu retten was zu retten ist, war die Hilfe der Feuerwehr gefragt.

Die Einsatzkräfte brachten zwei Monitore (Wasserwerfer) sowie ein B-Rohr in Stellung und erzeugten über dem Gewässer rund vier Stunden lang einen künstlichen Regen. Gleichzeitig sammelten zwei Bootsbesatzungen die an der Wasseroberfläche treibenden Fischkadaver ein, die für eine massive Geruchsbelästigung gesorgt hatten. Insgesamt rund 65 Kilogramm verschiedener Fische waren dem Sauerstoffmangel bereits zum Opfer gefallen. Die Umweltschutzmaßnahme zeigte am Ende einen deutlichen Erfolg. Durch die Berieselung der Wasseroberfläche konnte der Sauerstoffgehalt des Wassers verdoppelt werden. Zu diesem Ergebnis kam ein Mitarbeiter der Kläranlage, der den Teich analysiert hatte.

Auch anderenorts hatten Feuerwehren in den letzten Tagen ähnliche Einsätze abzuarbeiten. Medienberichten zu Folge waren in Hamburg in mindestens zwei Fällen ebenfalls fischreiche Gewässer "umgekippt".

Bilder von diesem Einsatz

Aus drei Rohren wird Wasser in den Teich gepumpt - und so Sauerstoff in das Gewässer gemischt. Von zwei Booten aus fischten Einsatzkräfte die Fischkadaver ab - insgesamt rund 65 Kilogramm. Ingesamt fast vier Stunden liefen die Pumpen, um den künstlichen Regen zu erzeugen.

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