Rinder aus brennender Scheune gerettet
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(17.01.2010) - Ein Großfeuer hat in der Nacht zu Sonntag eine 50 mal 30 Meter große Scheune im Kreepener Wedeweg (Gemeinde Kirchlinteln) vernichtet. Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr gelang es, zwölf Rinder, sechs Kühe und sechs Kälber vor dem sicheren Flammentod zu bewahren und sie in letzter Sekunde aus dem bereits lichterloh brennenden Gebäude zu retten.
Das Gebäude selbst, in dem sich neben mehreren Tonnen Stroh auch landwirtschaftliche Fahrzeuge und Geräte befanden, war nicht zu halten. Es brannte komplett nieder. Durch massiven Wassereinsatz (acht Strahlrohe und ein Wenderohr) gelang es den Einsatzkräften der freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Kirchlinteln (Holtum-Geest, Weitzmühlen, Sehlingen und Neddenaverbergen), die auch von der Ortsfeuerwehr Verden Unterstützung erhielten (ELW 1, DLK 23-12, HLF 20/16, TLF 16/25), angrenzende Stallgebäude vor einem Übergreifen der Flammen zu bewahren. Über eine Drehleiter wurde der Brand von oben bekämpft.
Sorgen bereitete der Einsatzleitung der Stromausfall in einem benachbarten Putenstall. Durch den Wärmeverlust waren 4.000 Küken vom Tode bedroht. Ein eigens angeforderter Elektriker versuchte, die Stromversorgung wieder herzustellen. Bereits in der Nacht wurde ein Stromagregat zur Ausleuchtung der Einsatzstelle und vor allem für die Aufrechterhaltung der Stromversorgung für den angrenzenden Putenstall eingesetzt.
Die Löscharbeiten zogen sich noch bis in die Morgenstunden hin. Gegen 7.30 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Schafwinkel und Bendingbostel nachalarmiert, um die im Einsatz befindlichen Kameraden abzulösen. Bis ca. 9.30 Uhr dauerten die Nachlöscharbeiten an, sie wurden am Sonntagnachmittag fortgesetzt.
Zum Einsatz kamen rund 80 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen. Mit vor Ort waren der Rettungsdienst mit zwei und die Polizei mit drei Einsatzfahrzeugen.
Das Feuer ist durch einen technischen Defekt im Stromanschlusskasten an der Gebäudeaußenwand entstanden. Das haben die Ermittlungen des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Verden/Osterholz ergeben. Spezialisten des 1. Fachkommissariats hatten den Brandort am Montagmorgen noch einmal eigehender unter die Lupe genommen und die Ursache schnell heraus gefunden. Der Schaden beläuft sich der Polizei zufolge auf rund 75.000 Euro.
(Text: Polizeiinspektion Verden/Osterholz & SEG Presse Kreisfeuerwehr Verden; Fotos: Rüdiger Stephan)



