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Rettungskräfte mit Schusswaffe bedroht

(29.08.2004) - Aus einem vermeintlichen Alltagseinsatz entwickelte sich am Mittwoch in Dauelsen ein gefährlicher Zwischenfall: Ein angebliches Unfallopfer entriss einem Polizisten die Dienstwaffe, bedrohte die Rettungskräfte und gab einen Schuss in die Luft ab.

Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr waren um 21.12 Uhr zu einem angeblichen Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person in die Dauelser Dorfstraße gerufen worden. Der Pkw eines 22-Jährigen war gegen eine Bahnunterführung geprallt, Passanten hatten die Rettungskräfte verständigt.

Wenig später trafen die ersten Einsatzfahrzeuge an der Unfallstelle ein. Als sich ein Polizist zu dem Mann in den Wagen beugte, griff sich dieser die Waffe des Beamten und feuerte einmal in die Luft. Sofort brachten sich die Helfer in Sicherheit, über Funk erging eine Warnung an die noch anrückenden Kräfte der Verdener Feuerwehr.

Der Unfallfahrer ergriff anschließend mit seinem beschädigten Fiat Uno die Flucht. Die sichtlich erschreckten Feuerwehr- und Rettungskräfte konnten ihren Einsatz abbrechen.

Für die Polizei ging der Einsatz jedoch weiter. Sie verfolgte den Mann über die Autobahnen 27 und 7 bis ins etwa 35 Kilometer entfernte Bad Fallingbostel. Dort schnitten ihm Streifenwagen den weiteren Fluchtweg ab. Der Mann stoppte seinen Wagen auf einer Kreuzung, hielt sich die Waffe an den Kopf und drohte sich zu erschießen. Schließlich gab er gegen 23.45 Uhr auf, warf die Waffe auf die Straße und ließ sich durch Beamte eines Hannoveraner Sondereinsatzkommandos festnehmen.

Der Mann wurde in eine Psychatrie eingewiesen. Als Motiv für seine Tat gab er Beziehungsprobleme an. Außerdem wollte er einmal in den Medien Schlagzeilen machen.

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