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Ölschaden in Windkraftanlage

(16.07.2009) - Ein Ölschaden in einer Windkraftanlage hat am Donnerstagabend in Rieda einen stundenlangen Einsatz für Kräfte der Ortsfeuerwehren aus Döhlbergen-Rieda und Verden ausgelöst. Aus dem Maschinenraum auf der Spitze des rund 80 Meter hohen Turmes liefen größere Mengen Maschinenöl aus - und verteilten sich am Mast und in der Umgebung.

Kurios war die Meldung über den Vorfall: Das automatische Überwachungssystem der Anlage hatte kurz vor 17.30 Uhr eine Störungsmeldung in Form einer SMS versendet. Die erreichte den zuständigen Techniker im brandenburgischen Potsdam. Weil der Fachmann anhand dieser Meldung erkennen konnte, dass Öl aus der Anlage ausläuft, verständigte er sofort per Notruf die Feuerwehr. Seine Meldung ging jedoch zunächst bei der Leitstelle in Potsdam ein, die wiederum den Disponenten in der Rettungsleitstelle im Verdener Kreishaus informierte. Wenig später heulten in Döhlbergen-Rieda die Sirenen und auch Stadtbrandmeister Wolfgang Schmidt eilte zur Einsatzstelle.

Die Feuerwehrleute erkannten, dass das Öl aus dem Maschinenkopf langsam am Mast entlang in Richtung Boden lief. Zudem hatten sich Tröpfchenmengen rund um den Mast auf einem Getreidefeld verteilt. Bis zum Eintreffen des zuständigen Technikers, der sich aus Potsdam auf den Weg gemacht hatte, konnten die Einsatzkräfte jedoch nicht an die Quelle des Ölaustrittes gelangen. Mit Bindemittel und rund um den Mast ausgelegte Folien verhinderten die Helfer ein Versickern des Öls in Erdreich. Dabei kamen auch Helfer der Verdener Feuerwehr zum Einsatz, die Planen und Bindemittel zum Einsatzort brachten.

Ein Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Landkreises veranlasste die sofortige Aberntung des von Ölspritzern verunreinigten Getreides. Noch in den Abenstunden wurden die Ähren zu Rundballen verarbeitet und in einen Container verladen. Sie sollen in einer Müllverbrennungsanlage vernichtet werden. Gleichzeitig kümmerten sich Techniker verschiedener Spezialfirmen um die beschädigte Maschine. Wie sich herausstellte, hatte ein technischer Defekt zu dem Unfall geführt. Wie viel der rund 350 Liter Öl, die sich in der Maschine befanden, tatsächlich ausgetreten sind, war nicht mehr feststellbar. Eine Spezialfirma sollte am Freitag die Reinigung des Mastes übernehmen. Für die Feuerwehr endete der Einsatz gegen 22 Uhr.

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