Aktuell Einsätze Bürger-Infos Sicherheits-Tipps Über uns Fahrzeuge Links Förderverein Kontakt & Service

Massiver Brand beschädigt Wohnhaus in Walle

(22.08.2009) - Ein Großbrand hat am Samstagnachmittag ein Wohnhaus in Verden-Walle schwer beschädigt. Bei dem Feuer, das in der Küche des Hauses ausgebrochen war, erlitten drei junge Menschen Rauchgasvergiftungen. Der Rettungsdienst brachte sie vorsorglich ins Krankenhaus. In einem massiven Löscheinsatz gelang es der Feuerwehr einen Vollbrand des Hauses zu verhindern. Trotzdem entstand durch das Feuer ein imenser Schaden, der von der Polizei auf rund 150.000 Euro beziffert wird.

Gegen 14.47 Uhr alarmierte die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle die Feuerwehren aus Walle, Dauelsen und Verden. Die Ortsfeuerwehr Verden war in diesem Minuten gerade im Begriff, eine gemeinsame Großübung mit der Jugendfeuerwehr im Industriegebiet zu beginnen. Die Übung wurde sofort abgebrochen. Als Minuten später die ersten Kräfte an der Waller Heerstraße eintrafen, war bereits eine massive Brandausbreitung zu erkennen. Flammen schlugen aus Fenstern im Erdgeschoss und aus einer Flurtür, umliegende Gegenstände wie ein Gartenschlauch und ein Fahrrad vor dem Gebäude hatten ebenfalls schon Feuer gefangen. Auch unter den Pfannen des Dachstuhls qualmte es, eine große Rauchsäule stieg in den Himmel.

Drei junge Menschen im Alter vom 20, 17 und 16 Jahren (die Kinder der Hausbesitzer sowie eine Freundin) hatten sich bereits selbst ins Freie gerettet. Sie hatten sich eigenen Angaben zu Folge im Obergeschoss des Gebäudes aufgehalten, als sie die Rauchentwicklung bemerkten. Besatzungen von drei nachgeforderten Rettungswagen und eines Notarzteinsatzfahrzeuges versorgten die zwei jungen Frauen und einen Mann. Eine weitere Rettungswagenbesatzung der "DRK-Fachgruppe Rettungsdienst" war zur Eigensicherung der Feuerwehrleute vor Ort.

Die Brandbekämpfer nahmen unter Atemschutz einen massiven Löschangriff vor. Zeitgleich gingen je zwei Trupps durch einen Wintergarten sowie die Gebäuderückseite mit insgesamt vier Rohren zur Brandbekämpfung vor. Der Einsatz zeigte schnell Wirkung, innerhalb weniger Minuten war der Brand unter Kontrolle. Die Küche brannte restlos aus, aber auch das übrige Erdgeschoss nahmen durch Hitze und Qualm schwere Schäden.

Der ersten Brandbekämpfung folgten umfangreiche Nachlöscharbeiten, die größtenteils ebenfalls unter Atemschutz durchgeführt werden mussten. Die Wärmebildkamera des Landkreises, bei der Feuerwehr Achim stationiert, kam hierbei zum Einsatz. Ein Mitarbeiter der Feuerwehrtechnische Zentrale tauschte vor Ort die zahlreichen geleerten Atemluftflaschen und verschmutzten Schläuche.

Kurz nach 17 Uhr konnten die meisten der rund 60 Feuerwehrkräften, die mit 13 Fahrzeugen vor Ort waren, wieder einrücken. Detail am Rande: Im November 2003 war es in dem jetzt betroffenen Haus schon einmal zu einem schweren Brand gekommen.Damals hatte eine umgekippte Nachttischlampe einen Dachstuhlbrand verursacht.

Ursache für den Brand war nach Angaben der Polizei ein auf dem Herd zurückgelassener Kochtopf. Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes der Verdener Polizei fanden den Topf, als sie in dem Brandschutt nach Hinweisen suchten. Offensichtlich war er unbeaufsichtigt auf dem Herd zurückgelassen worden. Das darin befindliche Fett hatte sich entzündet und zunächst die Küche und dann das Erdgeschoss sowie Teile des Dachstuhls in Brand gesetzt.

Share |