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Mann kommt bei Wohnungsbrand ums Leben

(03.07.2010) - Ein 55-jähriger Mann ist am Samstagabend bei einem Wohnungsbrand in der Verdener Altstadt ums Leben gekommen. Feuerwehrleute brachten den Mann aus seinem brennenden Appartment ins Freie - Rettungsdienstmitarbeiter versuchten vergeblich, den Patienten zu reanimieren.

Gegen 21.20 Uhr hatten Nachbarn eine Rauchentwicklung aus einem Fachwerkhaus an der Großen Fischerstraße bemerkt und die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle verständigt. Die Ortsfeuerwehr Verden war gerade ausgerückt, als weitere Notrufe eingingen, die auf ein größeres Brandausmaß schließen ließen. Der Einsatzleiter veranlasste aufgrund der Altstadt-Bausubstanz die Erhöhung der Alarmstufe ("Brand 3"). In der Folge heulten in der Stadt auch die Sirenen. Im Einsatzverlauf wurden außerdem die Ortsfeuerwehren aus Hönisch-Hutbergen und Dauelsen nachgefordert, insbesondere um den großen Bedarf an Atemschutzgeräteträgern zu decken.

Schon beim Eintreffen der Feuerwehr - sechs Minuten nach der Alarmierung - wurde bekannt, dass sich vermutlich noch eine Person in der vom Brand betroffenen Wohnung im ersten Stock aufhalten könnte. Mehrere Atemschutztrupps gingen in das völlig verqualmte Appartment vor, durchsuchten die Räumlichkeiten und mussten dabei auch eine Brandbekämpfung vornehmen, um alle Zimmer zu erreichen. Dabei entdeckten die Trupps den leblosen Mann und brachten ihn sofort ins Freie. Trotz aller medizinischer Bemühungen konnte dort nur der Tod des Mannes festgestellt werden.

Nach Ablöschen des Brandes erfolgte eine umfangreiche Kontrolle der Räumlichkeiten mit einer Wärmebildkamera, die von Einsatzkräften der Feuerwehr Achim zur Einsatzstelle gebracht worden war.

Nur kurz nachdem die Feuerwehr eingerückt war, bemerkten vor Ort ermittelnde Polizeibeamte zunächst einen auffälligen Brandgeruch. Sie entdeckten ein Feuer, das in der betroffenen Wohnung ausgebrochen war und forderten erneut die Feuerwehr an. Abermals kam es um kurz nach Mitternacht zu einer Großalarmierung inklusive Sirene, auch die Ortsfeuerwehr Hönisch-Hutbergen musste ein zweites Mal mit ausrücken. In einem zuvor kaum vom Brand betroffenen Zimmer war es zu einem heftigen Brand gekommen, anfänglich schlugen die Flammen sogar aus dem Fenster. Dank des schnellen Großeinsatzes konnte eine Brandausbreitung in den Dachstuhl oder gar auf weitere Gebäude verhindert werden. Die Feuerwehr Achim musste erneut mit der Wärmebildkamera des Landkreises anrücken, um in einer intensiven Absuche eventuelle Brandnester auszuschließen.

Nach Aussage der Polizei soll der Brand durch den verstorbenen Bewohner selbst verursacht worden sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 55-Jährige mit einer brennenden Zigarette auf einem Sofa eingeschlafen war. Möglicherweise hatte er versucht, mit Kleidungsstücken den Brand zu löschen, hatte diese verteilt und war dann in einen angrenzenden Raum geflüchtet und dort erstickt. Die Beamten halten es weiterhin für möglich, dass der zweite Brand durch ein Glutnest in dem zunächst kaum betroffenen Raum (hier hatte lediglich ein Müllsack gebrannt, der aus dem Fenster geworfen wurde) ausgelöst worden ist. Dieser Raum war mit großen Mengen Unrat und Müll zugestellt.

Fotos: Florenz Buhrke/Martin Köster (SEG Presse/Kreisfeuerwehr Verden), mik.

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