Aktuell Einsätze Bürger-Infos Sicherheits-Tipps Über uns Fahrzeuge Links Förderverein Kontakt & Service

Lkw gerät in Stromleitung und brennt aus

(15.09.2005) - Ein kleiner Fehler eines Lkw-Fahrers hat am Donnerstagabend in Walle weit reichende Folgen verursacht. Die Mulde des Lkw hatte beim Abladen von Düngekalk auf einem Feld eine Überland-Stromleitung berührt. Daraufhin geriet das Fahrzeug in Brand. Der Fahrer erlitt einen Stromschlag und musste vorsorglich in die Aller-Weser-Klinik nach Verden eingeliefert werden. Für die Feuerwehr verursachte das Malheur einen rund sechsstündigen Einsatz.

Die gegen 18.10 Uhr alarmierte Ortsfeuerwehr Walle war schnell am Einsatzort am Gallichweg. Das im Vollbrand stehende Fahrerhaus löschten die Einsatzkräfte mit Wasser und Schaum. Das zuständige Energieversorgungsunternehmen schaltete die Stromleitung ab und führte eine Erdung durch. Die Abschaltung der Leitung führte zu einem Stromausfall in der Ortschaft Deelsen (Gemeinde Kirchlinteln).

Der Rettungsdienst kümmerte sich unterdessen um den Fahrer. Der Mann hatte zwar offenbar einen Stromschlag erlitten, als er die Karrosserie des Fahrzeugs berührte. Doch zumindest augenscheinlich blieb er bis auf einen Schock unverletzt. Weil Stromunfälle auch später noch zu lebensbedrohlichen Symptomen (etwa Herz-Rythmus-Störungen) führen können, brachte die Besatzung eines Rettungswagens den Mann ins Krankenhaus. Der vorsorglich gelandete Rettungshubschrauber "Christoph 6" konnte ohne Patient wieder nach Bremen zurückfliegen.

Nach Abschluss der Löscharbeiten stellten die Helfer fest, dass aus den beschädigten Tanks des Lkw Dieselkraftstoff auslief. Die Leitstelle alarmierte auf Anforderung die Ortsfeuerwehr Verden, die über entsprechende Geräte und Behälter zum Auffangen und Abpumpen verfügt.

Nach Abschluss dieser Arbeiten galt es für die Feuerwehrleute erstmal: Im strömenden Regen auf die Bergungsspezialisten warten. Gegen 22 Uhr konnte ein Spezialunternehmen aus Bremen mit Hilfe eines Krans aus Delmenhorst mit der Bergung des Wracks beginnen. Die Feuerwehr leuchtete die Unfallstelle mit mehreren Scheinwerfern aus. Mitarbeiter des Energieversorgers mussten die Stromleitung zur Seite ziehen, damit ein Arbeiten mit dem Kran möglich war. Das ausgebrannte Fahrzeug wurde auf einen Tieflader gehoben und abtransportiert. Anschließend war es erforderlich, ausgelaufenes Hydrauliköl abzustreuen. Die Untere Wasserbehörde ordnete ein Ausheben des verseuchten Erdreiches für den Folgetag an. Gegen Mitternacht konnten die Feuerwehren wieder einrücken.


Bilder von diesem Einsatz

Die Mulde des Lkw hat die Stromleitung berührt. Der Dieselkraftstoff wird umgepumpt. Elektriker arbeiten an der Leitung.
Das völlig ausgebrannte Fahrerhaus. Ein Kran hebt den Muldenkipper an... ...und packt ihn auf einen Tieflader.

Share |