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Lkw-Fahrer nach Verkehrsunfall eingeklemmt

(15.02.2006) - Bei einem Verkehrsunfall auf der A 27 ist am Mittwoch ein 32-jähriger Lkw-Fahrer aus Kassel (Hessen) verletzt worden. Die Verdener Feuerwehr musste den eingeklemmten Mann aus dem Fahrerhaus seines Sattelzuges befreien. Der Lkw war in einer Tagesbaustelle gegen ein stehendes Baufahrzeug der Autobahnmeisterei geprallt.

Nach ersten Erkenntnissen war der Lkw-Fahrer auf der linken Fahrspur unterwegs. Aufgrund einer Tagesbaustelle zwischen Verden/Nord und der Raststätte Langwedel kam es zu einem kleineren Rückstau. Offenbar um nicht auf die vor ihm bremsenden Fahrzeuge aufzufahren zog der Fahrer den Lastwagen auf die gesperrte rechte Fahrspur und prallte dort gegen einen Lkw der Arbeitskolonne. Von den Mitarbeitern der Autobahnmeisterei - die mit Baumschnittarbeiten beschäftigt waren - kam niemand zu Schaden.

Um 13.19 Uhr alarmierte die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle neben Notarzt und Rettungswagen die Ortsfeuerwehr Verden. 17 Kräfte rückten mit vier Fahrzeugen auf die Richtungsfahrbahn Bremen aus. Um den Eingeklemmten befreien zu können, mussten die Feuerwehrleute nicht nur mit hydraulischer Rettungsschere und Spreizgerät arbeiten. Auch der Einsatz zweier "Rettungszylinder" war nötig. Durch hydraulische Kraft werden diese Zylinder "ausgefahren" und können so verformtes Metall und andere Fahrzeugteile auseinanderdrücken. Ebenso notwendig war der Einsatz einer Airbagsicherung, da der Airbag des Lkw nicht ausgelöst hatte. Trotz abgeklemmter Batterie besteht in solchen Fällen die Gefahr einer nachträglichen Zündung des Airbags, was Einsatzkräfte und Unfallopfer gefährden kann. Als absolut hilfreich erwies sich der Einsatz von zwei "Rettungsplattformen" (siehe auch Fotos), um ein gleichzeitiges Arbeiten von Feuerwehr und Rettungsdienst zu ermöglichen. Diese sind insbesondere für solche Lkw-Unfälle konzipiert, um in der entsprechenden Höhe der Fahrerkabine arbeiten zu können.

Nachdem sich abzeichnete, dass bei der komplizierten Rettungsaktion vermutlich weiteres hydraulisches Rettungsgerät nötig sein würde, ließ Einsatzleiter Peter Schmidt die Ortsfeuerwehr Langwedel nachalarmieren. Kurz vor Eintreffen des Tanklöschfahrzeuges der FF Langwedel konnte der Verletzte jedoch befreit werden. Die Besatzung eines Rettungshubschraubers flog den Mann in eine Klinik.

Die Richtungsfahrbahn Bremen war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten bis gegen 16 Uhr voll gesperrt. Während der Landung und dem Start des Hubschraubers kam es auch auf der Richtungsfahrbahn Hannover zu Behinderungen, die Polizei leitete den Verkehr dort über den Standstreifen. Nach Schätzung der Beamten verursachte der Unfall einen Schaden von rund 100.000 Euro.

Bilder von diesem Einsatz

Rettungsdienst und Feuerwehr arbeiten gemeinsam an dem Fahrerhaus. Äußerst hilfreich: Der Einsatz von zwei Rettungsplattformen, um den Fahrer zu erreichen. Arbeiten mit einem hydraulischen Spreizgerät an der deformierten Karrosserie.
Der am Heck beschädigte Lastwagen der Autobahnmeisterei. An dieser Tagesbaustelle waren die Arbeiter mit Baumarbeiten beschäftigt. Der Rettungshubschrauber startet mit dem Patienten zur Klinik.

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