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Kompletter Wohnhaus-Dachstuhl in Flammen

(01.11.2003) - Durch einen Großbrand ist in der Nacht zu Samstag der Dachstuhl eines Einfamilienwohnhauses in Verden-Walle komplett zerstört worden. Die Hausbewohner, eine Familie, konnten sich rechtzeitig vor den Flammen in Sicherheit bringen. Es entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hat eine umgekippte Nachttischlampe den Brand verursacht.

Fast genau um drei Uhr wurden die freiwilligen Feuerwehren aus Walle und Verden alarmiert, sie rückten mit acht Fahrzeugen und rund 45 Einsatzkräften an. Schon auf der Anfahrt zum Einsatzort in der Waller Heerstraße konnten die Brandbekämpfer die meterhohen Flammen erkennen, die aus dem Dachstuhl des Gebäudes schlugen. Mit einem massiven Einsatz von Löschrohren im Innen- und Außenangriff konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Als hilfreich erwies sich auch der Einsatz der Verdener Drehleiter, über die ebenfalls ein Rohr vorgenommen wurde. Weil sich die Flammen bereits in die Zwischendecke gefressen hatten, gestalteten sich die Löscharbeiten jedoch aufwändig. Die Decke wurde teilweise geöffnet. Außerdem mussten Dachziegel entfernt und Brandschutt aus dem Gebäude geschaufelt werden, um die letzten Brandnester abzulöschen.

Wegen der massiven Brandausbreitung war der Einsatz von großen Wassermengen unvermeidlich. In der Folge wurden auch die unter dem Dachstuhl liegenden Räume schwer beschädigt. Das Haus dürfte augenscheinlich vorerst unbewohnbar bleiben. Der Nachschub von den zahlreich benötigten Atemluftflaschen und Atemschutzmasken sowie Schläuchen wurde durch einen Mitarbeiter der FTZ sichergestellt, der dafür mit einem Gerätewagen angerückt war.

Die Waller Heerstraße blieb während der Löscharbeiten einseitig gesperrt, durch den geringen nächtlichen Verkehr kam es jedoch zu keinen Behinderungen. Die meisten Einsatzkräfte konnten gegen 6.30 Uhr wieder einrücken, die Feuerwehr Walle verblieb bis zum Vormittag an der Brandstelle.

Für die Ortsfeuerwehr Verden ist dies der dritte Großbrand innerhalb von drei Wochen. Am 17. Oktober war offenbar nach einem technischen Defekt eine Maschinenbaufirma in Flammen aufgegangen, eine Woche später brannte das Verwaltungsgebäude einer Autovermietung nieder.

Fotos: Rüdiger Stephan

Bilder von diesem Einsatz

Flammen schlagen aus dem Dachstuhl. Ein Feuerwehrmann rüstet sich aus. Die Drehleiter wird in Stellung gebracht.
 
Arbeiten auf dem qualmenden Dachstuhl. Nachlöscharbeiten, mit Einsatz der Kettensäge.  

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