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Kater wollte sich nicht retten lassen

(30.03.2008) - Dieser Einsatz war buchstäblich "für die Katz". Oder eher für den Kater, um genau zu sein. Ein ebensolcher löste am Sonntag einen Feuerwehreinsatz in Kirchlinteln-Armsen aus, nachdem Zeugen um Hilfe gebeten hatten. Seit vier Tagen sitze das Tier im Geäst eines Baumes, kläglich miauend. Doch helfen konnte auch die Feuerwehr nicht. Der Stubentiger war in dem dichten Geäst selbst für eine Drehleiterbesatzung unerreichbar.

Gegen 13.20 Uhr alarmierte die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle die Ortsfeuerwehr Armsen und die Drehleiter der Verdener Feuerwehr. Auch die Polizei und Kirchlintelns Gemeindebrandmeister Dieter Bergstedt rückten in die Wasserstraße aus. Die Drehleiter war schnell in Stellung gebracht, der Arbeitskorb rasch auf Höhe des Tieres in geschätzten 20 Meter Höhe. Doch der Kater saß denkbar ungünstig mittig im Geäst zweier Bäume - das bei starkem Wind schwankend das Manöver zusätzlich erschwerte.

Vermutlich verängstigt vom Drehleiterkorb wechselte das Tier zwar den Ast, doch an einen Rückweg nach unten dachte der schwarze Kater wohl nicht im Traum. Also musste die Drehleiter eingefahren, die Stützen eingezogen und das Fahrzeug umgeparkt werden. Doch kaum waren die Feuerwehrleute wieder auf Höhe des Katers, wechselte der zurück auf seinen alten Ast-Sitzplatz. So blieb die Mieze unerreichbar weit vom Korb entfernt. Weder gutes Zureden, noch der vorsichtige Versuch den Kater per Stange zum Rückzug zu bewegen, führten zum Erfolg. Schließlich versuchte der Besitzer selbst vom Drehleiterkorb aus seinem Haustier gut zuzureden - dem schlagkräften Argument von klapperndem Katzenfutter in der Plasikdose inklusive. Der Kater signalisierte laut maunzend sein Interesse - doch die Lage blieb ihm suspekt. Auch das kurzfristig organisierte Brett, das Korb und Ast verband, überzeugte den Kater nicht.

Nach rund einer Stunde brach die Feuerwehr den Einsatz ab. Allerdings dürfte die Selbstrettung des Tieres sehr wahrscheinlich sein. Nach Angaben des Halters sei dies bereits das sechste Mal, dass das einjährige Tier auf dem Baum festsitzt. Und jedes Mal sei der Kater nach einigen Tagen hungrig selbst nach Hause zurück gekehrt.

Bilder von diesem Einsatz

Passanten und Feuerwehrleute verfolgen das Aufrichten des Leiterparks. Neugierig und ängstlich beobachtet der Kater die Geschehnisse am Baum. Unerreichbar: In fast 20 Meter Höhe sitzt der Stubentiger im Geäst fest.

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