Industrie-Backstraße in Flammen
(16.06.2005) - Ein Brand in einer industriellen Backstraße in einer Verdener Backwarenfabrik hat in der Nacht zu Donnerstag einen hohen Sachschaden verursacht. Für die Feuerwehr gestalteten sich die Löscharbeiten aufwändig und schwierig: Um die Flammen löschen zu können, mussten Teile der Anlage demontiert werden.
Gegen 2.30 Uhr hatten Mitarbeiter der Nachtschicht den Brand in der eingeschalteten Anlage bemerkt. Eigene Löschversuche mit mehreren Pulverlöschern konnten das Feuer nur bedingt eindämmen. Die Verdener Feuerwehr war schon kurze Zeit später in der Siemensstraße vor Ort. Zwar verlegten die Kräfte sofort eine Löschleitung in den zweiten Stock, doch um den Wasserschaden in der wertvollen Anlage möglichst gering zu halten, kam das Wasser nur sparsam zum Einsatz. Die Feuerwehrleute setzten auch ein Kleinlöschgerät (Kübelspritze) sowie zwei Kohlendioxid-Löscher ein. Das Feuer loderte vor allem durch Ablagerungen in den Abluftschächten, die teilweise abgebaut werden mussten.
Diese Arbeiten gestalteten sich langwierig und anstrengend - auch ohne Feuer herrschen in der Produktionshalle mit den Industrieöfen sehr warme Temperaturen. Der Rauch, der anfangs durch das Gebäude zog und die Arbeiten erschwerte, konnte relativ bald durch Drucklüfter beseitigt werden. Unterdessen kontrollierte die Besatzung der Drehleiter die Abluftschächte auf dem Dach. Zu dem befürchteten Durchschlagen der Flammen kam es jedoch nicht.
Ortsbrandmeister Peter Schmidt veranlasste im Laufe des Einsatzes vorsorglich die Nachalarmierung weiterer Kräfte der Ortsfeuerwehr Verden durch Erhöhung der Alarmstufe ("Brand 2"). Neben ausgeruhten Feuerwehrleuten als Ablösung kam damit auch benötigtes Spezialgerät zur Einsatzstelle.
Letztlich dauerte es fast anderthalb Stunden, bis endgültig "Feuer aus" gemeldet werden konnte. Nach der vorsichtigen Einschätzung eines Firmenmitarbeiters wird der Schaden mehr als 100.000 Euro betragen. Zur Brandursache hat die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen.






