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Hochwasseralarm im Fischerviertel

(06.01.2003) - Hochwasser an Aller und Weser sind im Verdener Stadtgebiet nichts besonderes – fast in jedem Jahr treten die Flüsse über die Ufer. In diesen Tagen steht der Pegel jedoch weitaus höher als sonst. Der Ortsteil Eissel ist inzwischen nur noch per Boot zu erreichen und am Montagvormittag schwappte das Wasser auch ins Verdener Fischerviertel.

6,36 Meter wurden um 11 Uhr am Aller-Pegel in Eitze gemessen – bereits ab fünf Meter beginnt der Ausuferungsstand. In der Nacht war das Hochwasser rasant angestiegen. Um 11.49 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Verden alarmiert, nachdem in der Kleinen Fischerstraße das Wasser einlief. Das gab es seit Ende der 80er Jahre nicht mehr. Mit sieben Fahrzeugen rückte die Wehr aus. Vordringlichste Aufgabe: die Abschottung der Wassereinläufe. Teamwork war gefragt: während am Bollwerk die Einsatzkräfte die Sandsäcke füllten, übernahmen andere Kameraden das Auslegen und Stapeln der Barrieren. Später konnten auch die Anwohner mit Sandsäcken versorgt werden, damit diese weitere Vorsorge für ihre Häuser übernehmen konnten. Der Bauhof unterstützte die Arbeiten mit einem Radlader. Stellenweise stand das Wasser in der Straße bereits knöcheltief.

Auch an der Reeperbahn mussten am Nachmittag Sandäcke ausgelegt werden, um ein Überfluten der Fahrbahn und des Parkplatzes zu verhindern. Mehrere Hundert Säcke wurden im Laufe des Tages verbaut.

Am Abend rückten auch die Ortsfeuerwehren aus Eitze und Dauelsen zu hochwasserbedingten Einsätzen aus. Während in Eitze ein Pferdestall vom Wasser gefährdet war, galt es in Dauelsen Wohnhäuser in der Ostlandstraße trocken zu halten. Die Eisseler Feuerwehr ist seit Montag mit dem Fährverkehr beschäftigt, nachdem das Dorf weder von der Verdener noch von der Langwedeler Seite aus mit Fahrzeugen zu erreichen ist. Als problematisch erweisen sich die frostigen Temperaturen, die für eine starke Eisbildung sorgen.

Fotos von diesem Einsatz

Das Wasser der Aller kommt der Stadt bedrohlich nahe. Der Gerätewagen-Nachschub fährt durch das Fischerviertel. Sandsäcke halten das Wasser der Aller an dieser Stelle zurück.
Am Bollwerk werden die Sandsücke gefüllt. Jeder Sandsacke muss fest verschnürt werden. Mit Radladern wird der Sandsack-Nachschub transportiert.

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