Großfeuer vernichtet Scheune auf Reiterhof
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(07.01.2009) - Ein Großbrand hat in der Nacht zu Donnerstag eine Scheune auf einem Reiterhof in Kirchlinteln-Luttum vollständig zerstört. In dem rund 200 Quadratmeter großen Gebäude verbrannten unter anderem ein Traktor, weiteres landwirtschaftliches Gerät sowie Futtermittel und Holz. Neun Reitpferde, die in einem unmittelbar angrenzenden Stall untergebracht waren, konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.
Kurz nach 3 Uhr war der erste Notruf bei der Rettungsleitstelle eingegangen, es folgten weitere Meldungen, sodass ein Großalarm ausgelöst wurde: Die Feuerwehren aus Armsen, Luttum , Hohenaverbergen, Neddenaverbergen und Kirchlinteln rückten aus, zusätzlich die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Verden, der Groß-Einsatzleitwagen des Landkreises sowie die DRK-Fachgruppe Rettungsdienst mit einem Rettungswagen.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte an der Luttumer Dorfstraße brannte die gemauerte Scheune in voller Ausdehnung, meterhohe Flammen und eine immense Hitzestrahlung ließen nicht nur den Schnee in der Umgebung schmelzen, sondern gefährdeten massiv benachbarte Gebäude. Unmittelbar angrenzend lagerten unter einem Überstand eine Ballenpresse und weiteres Gerät, wenige Meter entfernt befanden sich ein Pferdestall sowie Wohnhäuser. Starker Funkenflug trieb zudem in Richtung einer geöffneten Dachluke eines Heuballenlagers. Mit einem massiven Löschangriff - teils unter Atemschutz - konnte eine Brandausbreitung verhindert werden.
Noch während des ersten Einsatzes stürzten zunächst Dachstuhl und ein Giebel, wenig später eine ganze Außenwand ein. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwändig und schwierig: Brennende Heuballen sowie ein mit Dieselkraftstoff gefülltes Fass sorgten für eine starke Flammen- und Qualmentwicklung. Unter Trümmern loderten zudem etliche schwer erreichbare Brandnester. Nachdem die meisten Flammen unter Kontrolle waren, brachte die Besatzung der Drehleiter einen massiven Schaumteppich aus. Später musste auch der zweite Giebel aufgrund von Einsturzgefahr vom Drehleiterkorb aus eingerissen werden.
Bei Temperaturen um minus acht Grad Celsius und starkem Schneefall war der Einsatz eine körperliche Herausforderung für die rund 70 Einsatzkräfte. Aus drei Entnahmestellen fördete die Feuerwehr Wasser. Auf eine Löschwasserstelle, die sich unmittelbar neben der brennenden Scheune befand, hatte die Feuerwehr bewusst verzichtet. Zurecht, wie sich bald herausstellte - herabstürzende Trümmer verschütteten das Rohr. Mitarbeiter des Gemeinde-Bauhofes brachten Streusalz aus, um die Sturzgefahr des durch das auf dem Boden sofort gefrierenden Löschwassers zu minimieren.
Ein Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale brachte nicht nur einen Lichtmastanhänger zur Einsatzstelle, sondern tauschte auch vor Ort gebrauchte Schläuche und Atemluftflaschen. Während ein Großteil der Feuerwehrkräfte nach rund fünfstündigem Einsatz wieder einrücken konnte, musste sich eine Brandwache um die weiteren Nachlöscharbeiten kümmern.
Ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei zufolge beläuft sich die Höhe des entstandenen Schadens auf rund 150.000 Euro.









