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Großbrand zerstört Mehrfamilienwohnhaus

(06.03.2005) - Ein verheerender Großbrand hat am frühen Sonntagmorgen ein großes Mehrfamilienhaus an der Sophienstraße in Kirchlinteln-Luttum zu weiten Teilen zerstört. Eine ältere Bewohnerin musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Für die Feuerwehr gestalteten sich die stundenlangen Löscharbeiten bei deutlichen Minustemperaturen mehr als schwierig.

Schon der erste Notruf um 4.28 Uhr klang dramatisch: Eine Frau meldete den Gebäudebrand und gab an, dass sich vermutlich noch Personen in dem Gebäude aufhalten würden. Neben sechs Wohnungen sind in dem rund 500 Quadratmeter (Grundfläche) großen Komplex eine Bäckerei mit angeschlossener Backstube sowie ein Kosmetiksalon untergebracht. Der Leitstellen-Disponent alarmierte daraufhin mit der erhöhten Alarmstufe "Brand 3". Damit wurden nicht nur die Feuerwehren aus Luttum, Kirchlinteln, Armsen, Neddenaverbergen und Hohenaverbergen in Marsch gesetzt, sondern auch der Groß-Einsatzleitwagen der Feuerwehrtechnischen Zentrale sowie der Rettungsdienst samt Notarzt.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte schlugen im hinteren Bereich bereits meterhohe Flammen aus dem Dachstuhl, eine im Gebäude integrierte Garage samt Pkw, Anhänger sowie ein Holzzaun brannten ebenfalls schon lichterloh. Einsatzleiter Gemeindebrandmeister Dieter Bergstedt ließ sofort die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Verden alarmieren. Später kamen auch die Wehren aus Weitzmühlen und Otersen hinzu. Mit einem massiven Löschangriff mit zeitweise neun Rohren versuchten die über 80 eingesetzten Feuerwehrleute die Flammen in den Griff zu bekommen. Der Brand breitete sich rasch auf den gesamten Dachstuhl aus. Hier zerstörte das Feuer die Wohnungen, doch auch die darunter liegenden Appartments wurden durch Löschwasser und Rauch schwer beschädigt. Eine Katze konnte nur noch tot geborgen werden.

Während die Trupps im Innern des Gebäudes mit einer gewaltiger Hitze kämpften, hatten die Helfer im Freien ganz gegensätzliche Probleme. Die Kälte ließ nicht nur die Helfer frieren, sondern auch das Löschwasser auf dem Boden sofort vereisen. Manch einer rutschte aus, ernsthafte Verletzungen gab es dabei jedoch nicht. Der Gemeinde-Bauhof war mit zwei Mitarbeitern vor Ort um auf den spiegelglatten Straßen Salz auszubringen und den Brandort weiträumig zu abzusperren. Die "SEG Presse" der Kreisfeuerwehr Verden kümmerte sich vor Ort um die Medienvertreter, darunter waren zwei Fernsehteams.

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, Notarzt und Einsatzleiter vor Ort. Eine Rentnerin musste mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, die Helfer betreuten außerdem eine weitere Bewohnerin mit einem Schock. Ein Feuerwehrmann musste wegen Kreislaufbeschwerden untersucht werden. Der DRK-Verpflegungszug aus Oyten kam zum Einsatz, um die Feuerwehrleute mit heißen Getränken und später auch mit Essen zu versorgen.

Die aufwändigen Nachlöscharbeiten zogen sich am Sonntag stundenlang hin. Die gesamten Dachpfannen mussten entfernt werden, um alle Brandnester zu erreichen. Bei diesen Arbeiten kamen auch Motorsägen zum Einsatz. Der Dachstuhl stürzte teilweise ein. Die FTZ war mit zwei Fahrzeugen vor Ort, um verbrauchte Atemluftflaschen und Schläuche direkt vor Ort austauschen zu können.

Luttums Ortsvorsteher Helmut Meyer, Gemeindebürgermeister Gerd Freese sowie der Erste Kreisrat Roland Butz informierten sich vor Ort über den Einsatz. Über die Schadenshöhe und die Brandursache können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Bildergalerie

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Eingesetzte Kräfte:

Einheit Fahrzeuge
Ortsfeuerwehr Luttum: TSF
Ortsfeuerwehr Kirchlinteln: TLF 8, TLF 8-W, LF 8, LF 16-TS
Ortsfeuerwehr Hohenaverbergen: TSF
Ortsfeuerwehr Neddenaverbergen: TLF 16, LF 8
Ortsfeuerwehr Armsen: TSF
Ortsfeuerwehr Weitzmühlen: TSF
Ortsfeuerwehr Otersen: LF 8
Ortsfeuerwehr Verden: ELW 1, DLK 23-12
Rettungsdienst: zwei RTW, NEF, ELW, drei Fahrzeuge SEG Verpflegung
FTZ: ELW 2, SGW, MTF
Sonstige: Gemeindebrandmeister, Polizei, SEG Presse KFV Verden, Gemeindebauhof

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