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Großbrand zerstört Autovermietung

(26.10.2003) - Zum zweiten Mal innerhalb einer knappen Woche war die Verdener Feuerwehr bei einem Großbrand voll gefordert. Diesmal wurde in der Nacht zu Sonntag das Gebäude einer Autovermietung an der Artilleriestraße komplett zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens wurde auf rund 60.000 Euro geschätzt.

Zahlreiche Notrufe gingen gegen 2.20 Uhr bei der Feuerwehrleitstelle ein, zu diesem Zeitpunkt brannte das Gebäude schon in voller Ausdehnung. Meterhoch schlugen die Flammen in den Nachthimmel, der Brandrauch zog durch die nahen Wohngebiete. Ortsbrandmeister Peter Schmidt veranlasste die Erhöhung der Alarmstufe, um ausreichend Einsatzkräfte zusammen zu ziehen. Obwohl die freiwillige Feuerwehr nur eine Anfahrt von rund 150 Metern hatte und innerhalb von drei Minuten am Einsatzort eintraf, war an dem Gebäude nichts mehr zu retten. Insgesamt kamen rund 35 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen zum Einsatz.

Das Firmengebäude bestand aus einem fünfteiligen, etwa sechs mal zwölf Quadratmeter großen Containerkomplex mit Anbau. Eine angrenzende Tankstelle war durch die Flammen nicht unmittelbar gefährdet, wohl aber eine Gasflasche, die sich im Innern des Brandgebäudes befand. Das Feuer wurde noch rechtzeitig gestoppt, ehe die Flammen die Flasche erfassen konnten. Mit mehreren Löschrohren gingen die Einsatzkräfte unter Atemschutz vor, nach rund einer halben Stunde war der Brand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich weitere anderthalb Stunden hin, immer wieder wurden Brandnester gefunden, Teile der Außenwandverkleidungen mussten geöffnet werden. Während des Einsatzes blieb die Artilleriestraße in beiden Richtungen gesperrt.

Das ausgebrannte Gebäude durch die Polizei wurde beschlagnahmt, das Gelände abgesperrt. Wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben, war das Gebäude offenbar vorsätzlich in Brand gesteckt worden. Ein 20-jähriger Spätaussiedler geriet in das Visier der Ermittler. Weil der Tatverdächtige die Brandstiftung leugnete und sich der Tatverdacht nur auf Indizien stützte, musste die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Mann einstellen.

Detail am Rande: Die Feuerwehr kann einen recht interessanten Statistik-Bericht zu diesem Einsatz verfassen. Während um 2.22 Uhr der Alarm einging, war schon um 2.25 Uhr das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Genau während des Einsatzes wurden die Uhren um eine Stunde zurück auf Winterzeit gestellt.

Bilder von diesem Einsatz

Nachlöscharbeiten unter Atemschutz. Die Qualmwolke zog durch nahe Wohngebiete. Der Containerkomplex brannte völlig aus.
Einsatzfahrzeuge stehen an der angrenzenden Tankstelle. Vorbereitung für den Einsatz, ein Atemschutztrupp rüstet sich aus. Die Polizei sperrte die Artilleriestraße..

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