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Großbrand in Rundballenlager

(10.08.2010) - Am späten Dienstagabend wurde die Feuerwehr zum Brand eines Heuballenlagers bei Neddenaverbergen gerufen. Da den Meldungen zufolge auch der Wald brennen sollte, wurden neben den Ortfeuerwehren Neddenaverbergen, Hohenaverbergen, Kirchlinteln, Armsen und Otersen auch die wasserführenden Fahrzeuge aus Verden und die Feuerwehren Jeddingen und Kirchwalsede aus dem Nachbarlandkreis Rotenburg alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen knapp 500 Rundballen auf einer Länge von 300 Metern lichterloh in Flammen. Das Feuer hatte sich schon 20 Meter tief in den angrenzenden Wald ausgebreitet, so dass sich die ersten Einsatzmaßnahmen auf die Eindämmung des Waldbrandes konzentrierten.

Die größte Herausforderung an die Einsatzkräfte stellte die Wasserversorgung dar. Der nächst gelegenste Hydrant war nicht in der Lage, die benötigte Wassermenge zu liefern. Während eine zusätzliche 3.000 Meter lange Leitung aus dem Ort verlegt wurde, mussten die Tanklöschfahrzeuge die Einsatzstelle im Pendelverkehr anfahren. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden konnte "Feuer unter Kontrolle" gemeldet und der Löschangriff ausgedehnt werden. Dafür mussten die Strohballen komplett auseinander gefahren und zeitgleich abgelöscht werden. Zur Unterstützung wurde ein Teleskoplader zur Einsatzstelle gebracht, um aus sicherer Entfernung arbeiten zu können. Zum Einsatz kamen auch mit Wasser befüllte Güllefässern, die nun auch dichter an das Feuer fahren konnten.

Insgesamt waren ca. 150 Einsatzkräfte aus acht Feuerwehren bis um 3.00 Uhr im Einsatz. Das Tanklöschfahrzeug aus Neddenaverbergen blieb als Brandwache bis zum Morgengrauen an der Einsatzstelle.

Brandermittler des Zentralen Kriminaldienstes haben am Mittwochmorgen die bereits in der Brandnacht begonnenen Ermittlungen der Polizeiinspektion Verden/Osterholz fortgesetzt. Dabei haben sich die Anzeichen für eine vorsätzliche Brandlegung verdichtet. Einen konkreten Hinweis verfolgen die Beamten allerdings noch nicht. Stattdessen setzen sie auch auf Mithilfe aus der Bevölkerung. Die Brandstelle befindet sich unmittelbar neben einem Verbindungsweg zwischen Neddenaverbergen und Ihlden, der von vielen Ortskundigen gerne als Abkürzung genommen wird. Die Polizei bittet etwaige Zeugen, die in Zusammenhang mit dem Feuer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich unter Telefon 04231/8060 bei der Polizeiinspektion Verden/Osterholz oder 04236/1480 bei der Polizeistation Kirchlinteln zu melden. (Text: SEG Presse/Kreisfeuerwehr Verden & Polizeiinspektion Verden/Osterholz)

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