Großalarm nach Kurzschluss in Fabrik
(05.12.1999) - Gegen 21 Uhr flackerten am Sonntagabend in den Verdener Wohnungen die Lichter: Spannungsschwankungen. Nur wenige Minuten später lösten die Funkmeldeempfänger der Feuerwehr Verden aus. Alarmstichwort "Explosion".
Zahlreiche Anrufer meldeten über den Notruf mehrere Explosionen auf dem Gelände eines Tiernahrungsmittel-Herstellers. Zeitgleich lief auch die automatische Brandmeldeanlage der Firma in der Rettungsleitstelle auf.
Auf Grund der vielen Anrufe, erhöhte der Disponent die Alarmstufe auf "Brand 3", und löste Vollalarm mit Sirenen für die Stadt Verden aus. Auch alle Ortsfeuerwehren aus Döhlbergen-Rieda, Dauelsen, Eissel, Eitze, Hönisch-Hutbergen, Scharnhorst und Walle wurden angefordert. Außerdem die Feuerwehr aus Kirchlinteln und etwas später auch eine zweite Drehleiter aus Achim. Rund 200 Feuerwehrleute und Rettungskräfte mit 28 Fahrzeugen rückten auf das Betriebsgelände an.
In rund zehn Metern Höhe brannte die hochspannungsführende Hauptstromleitung der Firma. Anfängliche Angaben über die Explosion eines Trafos bestätigten sich nicht. Die von den Anwohnern vernommenen Knallgeräusche waren auf Starkstrom-Kurzschlüsse zurück zu führen.
Mit zwei C-Rohren und dem Wenderohr auf der Drehleiter wurden die Flammen rasch bekämpft, ein Übergreifen der Flammen auf ein direkt angrenzendes Cerealien-Silo konnte verhindert werden.
Ein Vorteil für die Rettungskräfte war die erst wenige Wochen zuvor stattgefundene Alarmübung. Genau an dem betroffenen Gebäude hatte man einen Brand angenommen. Einziger Unterschied: beim Ernstfall gab es keine Verletzten.
