Geisterfahrerin stirbt auf der A 27
(28.05.2004) - Eine 28-jährige Autofahrerin ist am Freitag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 27 bei Verden ums Leben gekommen. Die junge Frau war mit ihrem Pkw als Geisterfahrerin zwischen Verden/Nord und der Raststätte Langwedel unterwegs. Dabei kollidierte ihr Wagen frontal mit einem entgegenkommenden Sattelzug.
Der 23-jährige Fahrer des Sattelzuges hatte vergeblich versucht, mit einem Ausweichemanöver und einer Vollbremsung den Zusammenprall zu verhindern. Bei dem Zusammenprall wurde die Autofahrerin sofort getötet und in ihrem Seat Cordoba eingeklemmt. Der Lkw-Fahrer erlitt einen schweren Schock, konnte sein Fahrzeug jedoch ansonsten unverletzt verlassen.
Neben zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug alarmierte die Rettungsleitstelle gegen 17.24 Uhr auch die Ortsfeuerwehr Verden. Die Einsatzfahrzeuge konnten an der Anschlussstelle Verden/Nord entgegen der Fahrtrichtung auf die voll gesperrte Richtungsfahrbahn Hannover auffahren. Die Unfallstelle befand sich in Höhe des Verzögerungsstreifens der Ausfahrt.
Nachdem vor Ort schnell klar war, dass für die Autofahrerin jede Hilfe zu spät kam, kümmerte sich die mit 19 Kräften und vier Fahrzeugen ausgerückten Feuerwehr zunächst um ausgelaufenes Öl. Sowohl aus dem Pkw wie auch aus dem Sattelzug traten große Mengen Betriebsstoffe aus, die abgestreut werden mussten. Anschließend konnte mittels hydraulischem Rettungsgerät der Körper der Verunfallten geborgen werden.
Auf der Autobahn bildete sich während des dichten Pfingstreiseverkehrs schnell ein gewaltiger Rückstau, der zeitweise bis zur Anschluss-Stelle Achim/Ost zurück reichte. Nach Abschluss der Bergungsarbeiten konnten die im Stau stehenden Fahrzeuge über den Standstreifen an der Unfallstelle vorbei geleitet werden. Die Autobahn blieb jedoch für mehrere Stunden gesperrt, der Folgerückstau reichte zeitweise bis zum Bremer Kreuz.
Auch bei diesem Einsatz konnten die Feuerwehrleute auf der Gegenfahrbahn sehr gefährliche Fahrmanövern durch Gaffer beobachten. Rücksichtslose Verkehrsteilnehmer verlangsamten ihre Fahrt fast bis zum Stillstand, um von der Unfallstelle einen Blick erhaschen zu können. Dabei wäre es in mehreren Fällen fast zu Folgeunfällen gekommen.









