Gebäudebrand: Feuerwehr rettet vier Menschen
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(11.07.2010) - Ein ausgedehnter Zimmerbrand, bei dem durch die Feuerwehr insgesamt vier Personen gerettet werden konnten, beschäftigte in der Nacht zu Sonntag die Ortsfeuerwehren Verden und Dauelsen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte meldeten Anwohner sofort, dass sich noch mindestens eine Person in dem Zweifamilienhaus befindet. Unverzüglich setzte die Feuerwehr mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz zur Menschenrettung ein.
Ein Mann konnte von den Atemschutztrupps aus dem verqualmten Gebäude und drei weitere Personen aus einem direkt angrenzenden Wohnhaus, zum Teil unter Einsatz von Fluchthauben, gerettet werden. Der Brandrauch war auch in das Nachbargebäude gezogen. Eine 38-jährige Mutter hatte sich mit ihrem zehnjährigen Sohn schon vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem brennenden Gebäude retten können. Der Sohn war laut Polizeiangaben auf den Qualm aufmerksam geworden. Diese beiden sowie der 40-Jährige aus dem Dachgeschoss mussten mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Während der Rettungsmaßnahmen gingen weitere Trupps ebenfalls unter umluftunabhängigem Atemschutz zur Brandbekämpfung vor und konnten das Feuer unter Kontrolle bringen. Außerdem bereitete die Besatzung der Drehleiter eine Riegelstellung vor (Abschirmung anderer Gebäude mit Wasser), um eine mögliche Ausbreitung des Feuers auf die direkt angrenzenden Wohnhäuser zu verhindern - insbesondere die extem enge Bebauung machte diese Maßnahme notwendig.
Nachdem alle Räume kontrolliert waren und die Gas- und Stromversorgung unterbrochen war, kam die Wärmebildkamera des Landkreises, stationiert beim Gefahrgutzug in Achim, zum Einsatz um mögliche Glutnester aufspüren zu können. Außerdem stellten die Helfer zwei Überdrucklüfter auf, um die beiden betroffenen Gebäude zu entrauchen.
Besonders belastend, vor allem für die eingesetzten Atemschutzgeräteträger, wirkten die trotz der Nachtzeit hohen Temperaturen von über 20 Grad Celsius. Zwei Mitglieder der Seniorenabteilung versorgten die Einsatzkräfte mit kalten Getränken.
Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf rund 50.000 Euro. Erste Ermittlungen zur Brandursache ergaben, dass die 38-jährige vermutlich ihr noch köchelndes Essen auf dem Herd in der Küche vergessen hatte.
Text/Fotos: Martin Köster (SEG Presse), mik





