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Flugzeug stürzt kurz nach dem Start ab

(09.09.2005) - Kurz nach dem Start vom Flugplatz Verden-Scharnhorst ist am späten Freitagnachmittag ein Kleinflugzeug im Bereich Walle abgestürzt. Alle vier Insassen wurden dabei verletzt, drei von ihnen schwer. Das Unglück verursachte einen Großeinsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Kurz vor 17.30 Uhr sollte die viersitzige Maschine vom Typ Cessna 172 starten. Neben dem Piloten befanden sich drei Fluggäste, darunter eine Frau, an Bord. Nach den bisherigen Ermittlungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) erreichte die Maschine beim Starten nur etwa eine Höhe von 30 Metern und stürzte anschließend ab. Die Ursache dafür ist bislang unklar.

Beim Absturz streifte die Maschine zwei kleinere Bäume und blieb völlig zertrümmert auf einem Feldweg im Bereich "Poggenmoor" liegen. Das Unglück war aus dem in Sichtweite stehenden Tower beobachtet worden, ein Mitglied des Verdener Luftfahrtvereins verständigte den Notruf der Polizei. Geistesgegenwärtig lotste der Mann die Rettungskräfte über die Ortschaft Walle. Die Unfallstelle war durch den Bach "Halse" und eine Baumgruppe sowie einen Zaun von der Startbahn getrennt, sodass eine Anfahrt der Einsatzfahrzeuge von Scharnhorst aus nicht möglich gewesen wäre. Weitere, unterschiedliche Meldungen über den Einsatzort sorgten zwar anfänglich für Verwirrung, führten aber zu keinen Verzögerungen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte lagen und saßen drei der Insassen bereits außerhalb des Wracks, Ersthelfer des Luftfahrtvereins kümmerten sich um die Verletzten. Ein Mann musste aus der Maschine gerettet werden. Da er nicht eingeklemmt war, waren dafür keine technischen Hilfsmittel nötig. Durch den Aufprall waren die Tanks der Maschine leckgeschlagen, Kerosin lief aus. Feuerwehrleute brachten die Verletzten mit Krankentragen zu einer Verletztensammelstelle außerhalb des Gefahrenbereiches. Mit zwei Schnellangriffrohren, einem Schaumrohr sowie mehreren Feuerlöschern stellten Feuerwehrleute aus Verden und Walle den Brandschutz sicher. Mit Wannen und Folien musste der auslaufende Kraftstoff aufgefangen werden, damit er in dem Trinkwasserschutzgebiet nicht ins Erdreich versickerte.

Auch der Rettungsdienst war mit einem Großaufgebot an Fahrzeugen und Personal angerückt. Neben hauptberuflichen Kräften und mehreren Notärzten waren auch ehrenamtliche SEG-Helfer im Einsatz. Die Feuerwehr Achim transportierte mit zwei Fahrzeugen leitende Notärzte in Richtung Unfallstelle. Darüber hinaus flogen aus Bremen der Rettungshubschrauber "Christoph 6" und aus Hannover der Rettungshubschrauber "Christoph Niedersachsen" ein. Zwei schwer verletzte Patientienten mussten mit den Hubschraubern in die Krankenhäuser nach Rotenburg/Wümme und Bremen-Mitte geflogen werden. Eine weitere Patientin, die zunächst in die Aller-Weser-Klinik nach Verden eingeliefert worden war, musste noch am Abend ebenfalls in ein Bremer Krankenhaus verlegt werden.

Nachdem die Verletzten versorgt und die Brand- und Umweltgefahr weitgehend gebannt war, begannen umfangreiche Ermittlungen der Polizei sowie von Sachverständigen der BFU. Schon während der Rettungsarbeiten hatte die Besatzung eines Polizeihubschraubers die Unfallspuren aus der Luft dokumentiert. Bei einsetzender Dunkelheit leuchtete die Feuerwehr die Absturzstelle großflächig aus. Die Ermittlungen vor Ort sollten im Laufe des Samstages fortgesetzt werden. Kräfte der Feuerwehr Walle sicherten in der Nacht die weiträumig abgesperrte Einsatzstelle gegen unbefugte Zutritte. Eine Bergung und eventuelle Sicherstellung des Wracks sollte frühestens im Laufe des Samstages erfolgen.

Bilder von diesem Einsatz

Situation kurz nach dem Eintreffen der ersten Kräfte. Die Maschine stürzte auf einen Feldweg, unweit des Flugplatzes. Das Flugzeug wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt.
Rettungshubschrauber "Christoph 6" aus Bremen landet an der Unfallstelle. Feuerwehrleute fangen Kerosin auf, im Hintergrund ist der Tower zu erkennen. Rettungshubschrauber "Christoph Niedersachsen" aus Hannover landet.
Das abgerissene Heck steckt unter der Passagierkabine. Ein größeres Aufgebot an Medienvertretern war vor Ort. Polizeihubschrauber "Phönix" startet an der Unfallstelle.
Die Spur des Absturzes. Einsatzfahrzeuge vor Ort. Ermittlungen der BFU.

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