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Einsatz beim Hochwasser an der Elbe

(19.08.2003) - Tagelang hatte sich das katastrophale Hochwasser an der Elbe auch für Niedersachsen angekündigt. In den Gemeinden entlang des Stromes wurden Vorbereitungen für den erwarteten extremen Pegelanstieg getroffen. In den Kreisen Lüchow und Lüneburg wurde am Sonntag (18.08.2002) Katastrophenalarm ausgerufen. Die Deiche wurden verstärkt, Feuerwehren und weitere Hilfskräfte bereiteten sich auf die zu erwartenden Wassermassen vor.

Auch Feuerwehren aus dem Landkreis Verden wurden deshalb schon seit dem Wochenende in Bereitschaft versetzt. Ein Hochwasser-Einsatz, auch wenn die Elbe rund hundert Kilometer entfernt verläuft, war nicht mehr ausgeschlossen. Gerechnet wurde mit einem Einsatz für Mitte der 34. Kalenderwoche, doch bereits am Montag, 19.08.2002, wurden die Helfer angefordert.

Alarmiert wurde die sogenannte Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB), die sich aus rund 40 exakt festgelegten Fahrzeugen und etwa 200 Feuerwehrleuten diverser Wehren aus dem gesamten Landkreis Verden zusammensetzt. Diese Bereitschaft ist genau für diese Fälle vorgesehen: Ein - möglicherweise tagelanger - Einsatz in einem Katastrophengebiet innerhalb Niedersachsens. Der Einsatz dieser Einheit wird auch mindestens einmal im Jahr praktisch geübt. Fahrzeuge und Technik sind genau festgelegt, sodass während des Einsatzes im eigenen Landkreis noch ausreichend Feuerwehrkräfte vorhanden sind.
Die Alarmierung der Wehren begann um 14.21 Uhr. Auf Grund des Hinweises "sofortige Bereitstellung" mussten die Helfer sofort mit ihrem bereits gepackten Taschen und Schlafsäcken zu den Feuerwehren eilen. Dort wurden die Fahrzeuge vorbereitet und rückten dann zum Sammelpunkt an der FTZ ab. Von der Ortsfeuerwehr Verden kamen drei Fahrzeuge (Rüstwagen RW 2, Löschgruppenfahrzeug LF 16 sowie Mannschaftstransportfahrzeug) zum Einsatz. Gegen 17 Uhr setzte sich der Konvoi mit Blaulicht in Richtung Lüneburg in Bewegung. Was genau die Einsatzkräfte erwarten würde, war zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Auch wie lange der Einsatz dauert, stand noch nicht fest. Vermutet wurden mehrere Tage, bis zu einer Woche.

Zuletzt war die KFB in den 70-er Jahren im Einsatz, zum Beispiel während der schweren Waldbrände bei Celle, 1975.

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