Einsatz an der Weser: Feuer auf Schiff
(02.02.2007) - Ein Brand in einem Binnenschiff auf der Weser hat am Freitagnachmittag zu einem Großeinsatz von Rettungskräften in Verden-Hutbergen geführt. Das Feuer war gegen 16.45 Uhr in einem Maschinenraum des Schiffes ausgebrochen. Obwohl der Brand überschaubar blieb, gestaltete sich der Einsatz für die Feuerwehr sehr aufwändig.
Nach der ersten Meldung alarmierte die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle zunächst die Feuerwehren aus Hönisch-Hutbergen, Döhlbergen-Rieda und Verden. Das Schiff hatte am Anleger eines Betonwerkes festgemacht. Die Feuerwehrleute musste über das Firmengelände und zwei weitere Schiffe klettern, um die Brandstelle erreichen zu können.
Da eine Brandausbreitung und damit eine Gefährdung der Schiffstanks nicht auszuschließen war, forderte die Einsatzleitung die Feuerwehrtechnische Zentrale des Landkreises mit ihrem Boot nach. Mit der Aktivierung des Alarmstichwortes "Schiffsunfall" wurden zudem auch die DLRG Verden sowie das THW Achim mit ihren Booten in Marsch gesetzt. Mit Schaum konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Um mögliche Brandnester ausschließen zu können, musste die Wärmebildkamera des Landkreises durch eine Besatzung des Gerätewagen-Mess aus Achim zur Einsatzstelle gebracht werden.
Überschattet wurde der Einsatz durch einen schweren Verkehrsunfall. Auf der Anfahrt zum Brandort verunglückte ein Fahrzeug des Technischen Hilfswerkes in Langwedel-Daverden. Hierzu teilt die Polizei Verden folgendes mit: "In der Ortsdurchfahrt Langwedel-Daverden wollte der 33-jährige Fahrer des mit insgesamt sieben Personen besetzten und mit Sonderrechten fahrenden Gerätekraftwagens mit Bootsanhänger einem am rechten Fahrbahnrand haltenden Pkw ausweichen und verlor dabei die Kontrolle über sein Gespann. Der Bootsanhänger geriet ins Schlingern, so dass der Bootsanhänger zunächst den haltenden Pkw touchierte, dann auf der linken Straßenseite gegen eine Straßenlaterne fuhr und schließlich auf der rechten Straßenseite gegen eine Hauswand fuhr.
Durch den Aufprall wurde der 33-jährige Fahrer des tonnenschweren Lkw schwerverletzt hinter dem Lenkrad eingeklemmt und konnte nur mit schweren Rettungsgerät aus seiner Lage befreit werden. 45 Minuten brauchten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Langwedel und Daverden, um den Mann aus den Fahrzeugtrümmern zu schneiden. Um den Eingeklemmten nicht weiter zu gefährden, musste der halbseitig in der Luft hängende Lkw mit Bausteifen abgestützt werden. Auch zwei 32- und 26 Jahre alte Mitinsassen des Mannes wurden verletzt. Während der 32-jährige, der vorn neben dem Fahrer gesessen hatte, ebenfalls schwere Verletzungen erlitt, kam sein hinten links im Fond sitzender jüngerer Kollege mit leichten Verletzungen davon. Die vier anderen Insassen des Gerätekraftwagens überstanden die Kollision zunächst unverletzt. Sie standen nach dem Unglück allerdings unter Schock und mussten von einem Seelsorger psychologisch betreut werden. Auf Anraten der Polizei sollten aber auch sie sich noch einmal ärztlich untersuchen lassen.
Der Giebel des Hauses, gegen dessen Außenwand das Gespann geprallt war, war nach dem Aufprall akut einsturzgefährdet. Nachalarmierte Kräfte des THW-Ortsverbandes Verden mussten das Gebäude abstützen. Der 58-jährige Bewohner blieb unverletzt. Glücklicherweise hatte er sich zum Zeitpunkt des Unfalles in einem anderen Raum aufgehalten. Der Schaden an seinem dürfte sich ersten Schätzungen zufolge auf rund 100.000 Euro belaufen. Auf gleiche Höhe beziffert die Polizei auch den Schaden am Einsatzfahrzeug des THW, so dass sich der Gesamtschaden auf rund 200.000 Euro belaufen dürfte."
Informationen zu diesem Einsatz erhalten Sie in Kürze auch auf der Website der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Presse.
Bilder von diesem Einsatz
|
|
|
| Leichter Rauch steigt aus dem Maschinenraum auf. | Schaummittel (Kanister) wird eingespeist. | Atemschutzträger an einer Einstiegsluke. |



