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Drei Verletzte nach Brand in Wohnhaus

(12.07.2006) - Bei einem Wohnungsbrand sind in der Nacht zu Mittwoch in Verden drei Hausbewohner verletzt worden. Das Feuer war gegen 1.15 Uhr in einem Reihenhaus an der Heinrich-Renke-Straße ausgebrochen. Ein Hund sowie ein Papagei konnten rechtzeitig gerettet werden.

Zwei 17-jährige Passanten hatten den Rauch bemerkt, der aus dem Gebäude aufstieg und sofort Alarm geschlagen. Fast zeitgleich wurden auch die Bewohner auf das Feuer aufmerksam. "Ein glücklicher Umstand", wie Feuerwehr-Einsatzleiter Peter Schmidt später anmerkte. "Zu diesem Zeitpunkt war es schon nicht mehr fünf vor Zwölf, sondern wesentlich brenzliger." Der Brand war im Wohnzimmer ausgebrochen, hatte Mobiliar, einen Fernseher sowie weitere technische Geräte erfasst. Beherzt griff ein 52-jähriger Bewohner zu einem Gartenschlauch und konnte die Flammen damit tatsächlich weitgehend löschen. "Eine verständliche Aktion, wenn auch sehr gefährlich", warnte Feuerwehr-Pressesprecher Michael Folwaczny. "Die verbrennenden Kunststoffe setzten in dieser Situation lebensgefährliche Rauchgase frei, die binnen kürzester Zeit einen Wohnraum füllen und einen Menschen töten können." Tatsächlich blieb das Engagement nicht ohne Folgen: der 52-Jährige, seine 54-jährige Lebensgefährtin sowie deren 18-jähriger Sohn mussten durch Besatzungen dreier DRK-Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Alle drei wurden vorsorglich auf der Intensivstation aufgenommen. Am Vormittag durften sie das Krankenhaus jedoch schon wieder verlassen.

Die Verdener Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen und 20 Kräften im Einsatz. Ein Trupp ging unter Atemschutz in das Gebäude, mit einer Kübelspritze mussten vereinzelte Glutnester abgelöscht werden. Einige verbrannte Gegenstände transportierten die Helfer ins Freie, ebenso einen Käfig mit einem Papagei, der in dem Wohnzimmer gestanden hatte. Ein Feuerwehrmann setzte den aufgeregten Vogel in einen Transportkäfig, damit dieser, ebenso wie der Hund der Hausbewohner, vorsorglich einem Tierarzt vorgestellt werden konnte. Polizeibeamte transportierten die Haustiere zu der Praxis. Um das Gebäude zu entrauchen, setzte die Feuerwehr einen Drucklüfter ein. In dem Haus entstand vor allem durch Ruß und Hitze ein erheblicher Sachschaden. Teile der Stroh-Gips-Decke mussten geöffnet werden, um Glutnester auszuschließen.

Die Feuerwehr nutzte den Vorfall um einmal mehr für die Anschaffung von Rauchmeldern zu appellieren. "Ein solches Gerät hätte in diesem Fall die Bewohner wesentlich früher warnen können", vermutet Folwaczny. "Das dieser Brand nicht in einer Tragödie endete, ist reines Glück gewesen."

Ursache des des Brandes dürfte polizeilichen Ermittlungen zufolge ein technischer Defekt im Bereich der Unterhaltungselektronik gewesen sein. "Genauer lässt sich das nicht mehr nachvollziehen, weil Fernseher und DVD-Player, die in diesem Bereich standen, von dem Feuer komplett zerstört worden sind", berichtete ein Polizeisprecher. Ein Fremdverschulden sei aber definitiv auszuschließen. Beamte des Zentralen Kriminaldienstes hatten am Morgen nach dem Brand die Ermittlungen aufgenommen, nachdem der Brandort in der Nacht zunächst beschlagnahmt worden war.

Bilder von diesem Einsatz

Ein Atemschutztrupp steht vor dem Gebäude in Bereitstellung. Zu Erkennen ist der Lüfter, mit dem das Haus entraucht wird. Mit einem Feuerwehrbeil öffnet ein Feuerwehrmann die Gips-Strohdecke, um Brandnester ausschließen zu können. An der Salzstraße stehen zwei Rettungswagen. Insgesamt drei Patienten mussten versorgt werden.
In Sicherheit: der Hund der Hausbewohner wird vor dem Transport zum Tierarzt im Einsatzleitwagen betreut. In einem Transportkäfig wird der Papagei von einem Feuerwehrmann aus dem Haus getragen. Verbranntes Mobiliar sowie ein Fernsehgerät wurden vorsorglich in den Garten transportiert, um Glutnester auszuschließen.

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