Doppelhaushälfte bei Großfeuer völlig zerstört
(03.07.2005) - Ein Großfeuer hat am später Sonntagnachmittag eine Doppelhaushälfte in Dörverden-Hülsen vollständig zerstört. "Das Gebäude ist ein Totalschaden", sagte Einsatzleiter Burckhard Lohmann noch während der Löscharbeiten. Zwei Anwohner aus der Nachbarschaft - eine Frau und eine Kind - mussten durch den Rettungsdienst wegen eines Schocks betreut werden. Ernsthafte Verletzungen erlitt jedoch niemand.
Gegen 16.48 Uhr war der Brand von Nachbarn entdeckt und bei der Feuerwehrleitstelle gemeldet worden. Die Hausbesitzer - ein älteres Ehepaar - waren nicht zu Hause. Zu diesem Zeitpunkt war das Feuer bereits enorm weit fortgeschritten. Auf Grund der präzisen Meldung alarmierte der Dienst habende Disponent nicht nur die Ortsfeuerwehr Hülsen, sondern auch die Wehren aus Dörverden, Stedorf und Westen. Außerdem rückte der Großeinsatzleitwagen (ELW 2) von der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) sowie die SEG Presse aus.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen schon aus der Eingangstür und teilweise aus den Fenstern. Der Brand, der sich nach ersten Ermittlungen vermutlich im rückwärtigen Bereich des Erdgeschosses entwickelt hatte, fraß sich über ein Anbau-Vordach sowie das hölzerne Treppenhaus rasch in andere Räume und den Dachstuhl voran. Sofort forderte der Einsatzleiter der Hülsener Wehr die Drehleiter aus Verden sowie den Schlauch- und Gerätewechselwagen der FTZ nach. Auch das Deutsche Rote Kreuz war mit einem Notarzteinsatzfahrzeug sowie zwei Rettungswagen (darunter einer der ehrenamtlichen "Fachgruppe Rettungsdienst") im Einsatz. Insgesamt 106 Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort.
Auf Grund des enormen Brandfortschritts und der damit verbundenen Hitzeentwicklung war an einen Innenangriff in dem betroffenen Gebäude nicht zu denken. Den Helfern blieben nur die Löscharbeiten von außen, bei denen die Drehleiter wertvolle Dienste leisten konnte. Als hilfreich erwies sich auch eine Brandschutzmauer, die eine Ausbreitung der Flammen auf die zweite Haushälfte verhindern konnte.
Mit einem massiven Wassereinsatz konnten die Flammen eingedämmt und schließlich gelöscht werden. Aus dem Keller musste Löschwasser abgepumpt sowie das Gebäude durch einen Energieversorger stromlos geschaltet werden. Ein Schuppen hinter dem Gebäude sowie die Nachbarhäuser wurden durch das Feuer nicht in Mitleidenschaft gezogen.
Zwei Tage nach dem Feuer konnten Beamte des Zentralen Ermittlungsdienstes der Polizeiinspektion Verden/Osterholz die Brandursache bekanntgeben: ein technischer Defekt an einer Kühl-Gefrierkombination. Inzwischen schätzt die Polizei den Sachschaden noch weitaus höher ein, als zunächst befürchtet: auf rund 300.000 Euro.


















